Hüt is de Kirch jo mäglich vull, un dat noch tau an’n gewöhnlichen Sünndag. Dat is’n jo gor nich mihr gewennt. Ja, in dei Kriegstid, as dei Lüd all Angst üm ehr Manns un Sähns harren, dunn wir dei Kirch an’n gewöhnlichen Sünndag ok wol oft so vull as hüt. Äwer nu nah ’n Krieg dor hebben veel sick dacht: »O, nu kann uns dat nicks mihr dauhn, nu bruk wi ok nich mihr so oft nah dei Kirch tau gahn.« So hewwen sick veel, gortau veel, dat Kirchengahn wedder awwennt, un meist is jo veel Platz up dei Bänken. Na, worüm dei meisten hüt herkamen sünd, dat is jo kein Geheimnis. Üm dat Gottswurt un dei Andacht is dat hüt veele villicht weniger to dauhn, ne dei Niglichkeit het sei herdrewen. Sei sünd niglig, wo sick dat wol anhürt, wenn Gottswurt plattdütsch predigt ward, un wo dei Preister sick dor wol anstellt. Nu mücht ick wol wünschen, dat dat mennig einen von de Nigligen hüt so gahn deiht, as dat dei Fisch oft geiht. Dei Fisch will’n von’n Fischer süß nich veel weiten, un gahn em ut’n Weg, wenn hei mit sin Nett un sin Angel rankümmt. Wenn dei Fischer nu äwer up sinen Angelhaken son schöne, recht apptitliche Lockspies stäken hett, dann ward mennig Fisch doch niglich un denkt bi sick: sallst doch ok mal eins präuwen, wo dei schöne Lockspies smeckt, un geiht ran an dei Angel, un mit eins sitt hei an den’n Angelhaken fast un kann nich wedder loskamen.

Uns Herr Christus hett jo eins tau Petrussen seggt, hei süll nu man dat Fischfangen up den’ See Genezareth sin laten, hei süll nu ’n Minschenfischer warden, dei Minschen för den ’n Herr Jesus infangen süll. Dit Wurt von den ’n Herrn Jesus gellt för uns Preisters alltauhop. Wi sälen ok all Minschenfischers sin, dei dei Minschen för den ’n Herrn Christus infangen. Denn dörpen wi dat ok woll so as dei Fischers maken, un dat is woll ganz in ’n Sinn von den ’n Herrn Jesus, dat wi dei Minschen, dei süß nich nah’re Kirch kamen, mal eins dörch ne Lockspies anlocken, üm ehr denn för den ’n Herrn Christus un sin Wurt tau fangen. Un as nu weck von dei Gemein in dei Zeitung setten leten, dat sei wol girn mal dat Gottswurt in uns leiwe plattdütsch Muddersprak hüren müchten, dor hewwen wi in ’n Kirchgemeinrat uns seggt: Worüm nich, dat ’s ne schöne Gelegenheit, Gottswurt an dei Minschen ran tau bringen, dei dei Kirch süß ut ’n Weg gahn. Wi willen ehr mal ne plattdütsch Predigt as ne Lockspies henholln. Villicht geiht denn den Einen ore Annern dat ok so as dei Fisch, mit eins hackt sick Gottswurt up des Ort in ehr Hart fast, dat ’s gornich wedder von loskamen känen. So hebben wi uns dat dacht, wenn wi hüt de Gemein tau ne plattdütsch Predigt inladt hewwen. Un uns Herr Gott mag sinen Segen tau dit Vörnehmen geben, dat sin Wurt, ok wenn ’t plattdütsch predigt ward, nich leddig werre trüg kümmt.

Wi wenn’ uns nu nah desse lüt Vörred tau dat Gottswurt, dat ick, so gaud as ick künn, int Plattdütsch äwerdragen un vörlest heww. Soveel ward ji woll noch behollen hebben, dat dat Wurt von ’t Starwen redt. Ja Paulus redt von sin eigen Dod. Aewer wat Paulus hier von sin eigen Dod seggt, dat möt uns doch wunnern. Hei seggt, dat vör em dat Starwen dat allerbest wir, ja, dat Starwen för em gradtau ’n groten Gewinn wir. Dat krigt ’n nich oft tau hüren. Segg mal sülwst, wo würd di wol tau Maud sin, wenn dei Dod nu mit eins an di ranne kem, di mit sin knaekern Hand anfaten würd un sed: »Brauder, Swester, kumm mit, nu is din Tid üm«. Würdst du di denn ok as Paulus freun, würdst du denn ok so ähnlich as hei seggen: Leiwe Fründ, nah di heww ’k mi all lang sehnt, wo freu ick mi, dat du nu endlich kümmst un mi halst? Ick heww grote Lust, mit di tau gahn. Dat is för mi jo grad so, as wenn ick ’n groten Gewinnst makt hadd. Ob wol einer von uns so seggen würd? Würd ’n wi wol nich tausamenschuddern vör den unheimlichen Gast un uns strüwen, mit em tau gahn? Von Lust würd wol wenig tau spören sin, desto mihr äwer von Roren und Schrigen. Ne, von Natur hett kein Minsch Lust tau ’n Starwen. All Minschen trachten nah ’t Lewen un willen lewen. Maennigmal seggen wol Minschen, dei swer krank sünd un veel Weihdag hebben, ja oft nich mal mihr sitten ore liggen känen, dei seggen wol mitunner: Wenn ick man dod wir, ick bün mi sülwst un min Angehürigen blot noch tau Last. Aewer dei seggen meist man so: Wenn dei Dod, den ’n sei sick so lang wünscht hebben, denn kümmt, un seggt: »Kumm mit!« denn is ’t mit eins all nich wohr, wat sei seggt un sick wünscht hebben. Denn heit ’t up eins: Ach, wenn ick doch noch ’n beten lewen künn, wo girn blew ick noch ’n beten hier. Wi Minschen, wi hängen so fast an ’t Lewen, un wenn uns Lewen ok man blot noch ’n Quällewen ist. ’n Quällewen dücht uns doch ümmer noch beter as dod sin. Un nu gor, wenn Minschen noch arbeiten un wirken kaenen un hier up dei Welt noch veel tau dauhn hebben, un de Arbeit ehr ok noch Freud makt, so as dat bi Paulussen dei Fall wir, dei ok wüßt, dat hei hier noch veel, gortauveel besonners bi dei Philippers tau dauhn hadd un so girn dauhn mücht, dor finnen wi dat wol nich so licht, dat ein as Paulus seggt: »Ick har wol Lust awtauscheiden, Starwen is vör mi ’n Gewinn.« Minschen, dei süß noch gesund sünd un doch nich mihr lewen mägen, dei sick sülwst uphängen, ore dodscheiten, ore versöpen, dei sünd meist swer krank in ’n Kopp un weiten nich, wat sei daun.

Dat is jo ok gor kein Wunner, wenn dei Minschen Angst vör ’n Dod hebben. Hei is jo doch ’n unheimlichen, fürchterlichen Gast, so dat wi tausamenschuddern bet in dei Knaken, wenn hei bi uns an dei Dör kloppt, rinne kümmt, an ’t Krankenbedd rantred un tau einen von uns Leiwen ore tau uns sülwen seggt: »Kumm mit mi!« Hei hett jo ok son ’n Macht, dor kann keiner gegen an, dor möt sick jere geben, ob hei will ore nich, dor helpt kein Bidden un Strüwen. Wenn hei seggt: »Kumm!« denn möt wi kamen, ob wi willen ore nich. Ein von uns plattdütschen Dichters, John Brinkmann, hett uns in ein von sin Rimels beschrewen, woans dei Lüd in ’n Hus tau Maud is, in dat dei Dod intreden is. »Dei vörnehm Gast« heit dei Aewerschrift. Dei Dichter denkt sick dat so, dat in ein Hus dei Mudder storben is. Grad an den Dodsdag kümmt dei Saehn ut dei Frömd trüg un weit noch gornich, dat sin Mudding dod is. Vull Freud un Lust kümmt hei nah dei Stuw rinne, wo dei Vadder trurig sitt. Dun seggt dei Vadder:

Min Saehn, perr nich so hart,

Perr up nich vull so fast!

Dei Däl un Sahl, dei knackt un knarrt,

Un hier is ’n vörnäm Gast.

Dei is hüt aw hier stegen,