Wovon ick juch dat vertell, min leiwen Frünn? Wil uns hier ein Deil tosamen bröcht hett; dat is uns’ Sprak, uns’ Muddersprak. Ji hebbt dat hier vör ’n Johr hürt: »As de Unbekannten un doch bekannt.« Wi kennen uns an uns’ Sprak. Mihr noch, wi verstahn uns in uns’ Sprak. Wi meinen, se is en Heiligtum, tau dat wi lange Tiden den Slötel verlur’n hadden, dat wi tauletzt, wil wi nich eins mihr nah binnen kamen wiren, meinten, dor wir ne Rumpelkamer achter de Dör. Äwer as wi se upstörrten, hebben wi seihn, dat dor en Schatz in versloten wir, as Gold un Sülwer. Wi möten dissen Kieselstein von ’n meckelbörgischen Ostseestran’n man bloten richtig infaten, denn so fangt hei an tau glitzern un tau gläunen. Wi hollen uns Muddersprak för wirt, uns nich blot Schelmstück tau vertellen, ne se sall uns ok Gotts Wurt vertellen. Wi weiten dat se uns an dat Hart grippt. Dat is de Sprak, de wi verstahn. So segg ick ok von de Sprak, de wi verstahn:

Ick hebb de Geschicht von Pingsten verlest, wil dor vertellt ward, dat de Parser un Meder un Elamiter un wo se süs all heiten up einsen ehr Sprak hüren deden. Wenn ein Minsch dor buten in Amerika oder dichter bi in ne grote Stadt up einsen hürt, dat einer anfangt plattdütsch tau reden — so möt de ollen Kameldribers un Handelslüd in Jerusalem tau Maud west sin, as se dat belewten. Ünner de Dusende, de einer nich kennt un de einer nich trut, findt hei einen, den’ hei trut. Hei is, dat weit hei denn, womäglich ünner ein meckelbörgisches Strohdack grot worden un hett up den’ gesegenten meckelbörgischen Acker sinen Sweit vergaten un hett in ’t Holt ünner de groten Bäuken sungen un fläut’t un hett an’t grote blage Water stahn un dat schient em noch hüt blag un tru ut de Ogen.

So sünd wi hier ok tausamen. Wi hebben uns in ne grote Stadt drapen. Wenn einer sick verlaten fäuhlt, denn so sall hei weiten: hier sünd true Lüd üm di rüm. Min leiwen Frünn, dor will ick glik wedder an minen Anfang anknüppen un seggen: Laten wi doch nich blot de Minschen de Sprak maken, ne ok de Sprak de Minschen maken. Lat’t uns’ plattdütschen Vereins nich tau ne Mod’sak warden, de nu grad mal an de Tur is. Lat’t de Lüd nich rinkamen ut luder Nilichkeit oder wil se Vergnäugung säuken, ne beter dorüm, wil se olle nedderdütsche Tru un Ihrlichkeit säuken, de ji in juch Vereins plegen wöllt. De Sprak röppt mit jedes Wurt: Wes tru, wes ihrlich! De Würd sünd keine trechthaugte Plastersteins, ne, eckige grawe Feldsteins, äwer de Mur, de dorvon bugt ward, de höllt. Ji Plattdütschen, lat’t de Mur ok hollen, wenn ji so en Mur mit Würd upbugt. Dat Hochdütsche is Mod’sprak worden. Dat hett all de Würd von de nigen Moden un nigen Gedanken upnehmen mößt. Vördem is’t halw fränzösch worden, nahsten hebben se’t lütwenig bete sauber makt. Dat höllt äwer nich vör. Wi Plattdütschen sünd noch trug. Wi hebben noch gor kein Namens för de nimodsche Danzeri un Kamedi. Uns’ Sprak steiht noch up denn Standpunkt von uns’ Vadders. Dat sall uns denn ok ’n Handwiser wesen: trügg tau uns’ Vadders! »Wi möten ümkihren« seggt Jesus Christus. Herr wi bruken en Gelänner, dat uns en beten Hollfast giwwt. Dor gripen wi nah uns Muddersprak. Plattdütsch’ Lüd helpt de Welt betern! Betert bi juch äwer tauirst in’n Verein, in’n Hus, in’t Hart. Ji ward dat nu verstahn, wenn ick segg: Betert plattdütsch.

Ick weit nich, ob ick denn Handwiser richtig lest heww, de in uns’ plattdütsche Muddersprak upricht’t is. Äwer ick glöw, dorup steiht schreben: Trüg tau de Natur. Jed ein von ehr Würd hett noch denn frischen Irdgeruch von buten her an sick. Dat is, as ob en Minsch von buten her rinner kümmt in ne Stuw mit slichte Luft, de sick äwersten denn ok ümmer wedder nah buten trügtreckt. So as uns ganz Volkskraft un Volksgesundheit, as sei seggen, ümmertau von Lan’n her spist warden möt! Süß hadd’ dat ganze Water sick all lang vertagen, wenn nich de Bäk dor ehren Anfang hadd, de ümmer noch Water giwwt. De Gelihrten seggen hüt, de grote Untofredenheit kümmt dorvon, dat kein ein sin eigen Stück Land unner de Fäut hett. Dat giwwt keinen säkern Stand mihr in’n Leben un Starben. Plattdütsch Lüd, seihn wi nich denn Handwiser, denn uns’ Muddersprak in all dat hochdütsche Wesen upstellt hett. »Trüg tau’n Lann«, dat heit nich trüg tau mißmautige Knechts un untaufreden Lüd, ne dat heit trüg tau unsern Herrgott sin gesegnete Natur. Dor sünd wi Gott neger as mang de Hüser. Wenn einer de süht, de am Enn so hoch sünd as mal de Turm von Babel wir, denn fängt hei ok so as de Lüd dunntaumalen an, sick sülbsten antobeden. Äwer de Landmann, de tausamensackt, wenn de Weder sin Kurn slagen, de na Regen utkickt, wenn de Saat gel ward, de bed’t, wenn hei kein Narr is, tau den’ Gott, de de Wulken führen, den’ Wind weihen, de Sünn schinen heit.

De heilige Antonius wir nen groten Heiligen. Hei wir Einsiedelmann in Ägypten. De würd’ mal fragt, wovon hei sin grote Klaukheit hadd! Dor säd hei: Hier is ein Bauk, ut dat ick se lihrt heww. Hei nehm de Bibel von’t Schabb. Dat anner Bauk, säd hei, is so grot, dat geiht nich in min Stuw rinner. Un hei nehm denn annern mit nah buten. Buten säd hei, dit Bauk hett twei Bläder. Dat ein is de blage Hewen un dat anner de gräune Ird. Un all beid seggen mi von de Macht un Grött von unsern Herrgott.

Mihr noch as uns Muddersprak hett uns de Hartsprak ut Leiw tau seggen. Am besten wir’t se wiren ümmer all beid tausamen. Dat wir en Ihrentügnis för uns’ pladdütsche Muddersprak. Äwer ick heww vör mennig Hus buten oder in mennig Hus binnen hürt, dat dor up plattdütsch ein Isen an’t anner scharpt würd, nich slichter un nich beter as dat up hochdütsch Mod is.

Disse Sprak, von de ick nu seggen will, de bind’t noch beter as hochdütsch un plattdütsch oder irgend ein anner Sprak ünner denn Hewen. Ja gerad’, wo de Einigkeit bi desülbige Muddersprak in de Brüch gahn is, kann se wedder einen tau denn annern bringen. Wi sünd hier von’n Lann un ut de Stadt. Hüt morgen un hüt nahmiddag höllt uns dat Plattdütsche tausamen, äwer wenn wi morgen oder äwermorgen einer mit den’ annern tau handeln hebben, denn is disse oder jene dor, de den’ annern äwersegeln will. Un wenn dit un dat knapp un dür ward, denn is de Einigkeit ganz un gor vörbi. Un wenn’t an’t wählen geiht, denn will de ein den’ annern den’ Tom anleggen, dat hei em nich wedder mit de Prisen dörchgeiht. Min leiwen Fründ’, wie möten awsolut diss’ Hartsprak ut Leiw tau uns’ nedderdütsche Muddersprak dortaulihren, süß verstahn wi uns nich. Süß sünd all de Festlichkeiten un wat süß angeben ward, ganz un gor för ümsüß.

Disse Sprak ward in de ganze grote Welt verstahn. Wenn de Missionars tau de Heiden kamen ahn Geld tau ’n Inköpen, as se dat von de Koplüd gewennt sünd, ahn Metz un Gewehr tau ’n tausteken un dotmaken, as se dat von de Soldaten kennen, denn so gahn se irsten in en grotes Wunnern üm ehr rümmer. Un wenn de Missionars anfangen in de swere Heidensprak tau predigen, verstahn s’ nich ümmer glik alltovel, äwer so na un na hüren ’s dat rut, dat disse Lüd tau ehr kamen sünd, ehr dat Evangelium tau seggen, ahn dat se Geld un Ihren dorbi verdeinen, blot ut Leiw. Dat versteiht denn ok nen armen swarten Heidenminschen, un so ward disse Sprak in de ganze Welt spraken un wi möten ’s blot recht gaut alltausamen lihren, denn so ward ’t ok beter mang uns un in de Welt.

De Gottssprak ut sin Wurt, dat is dat Letzte. Ok ne Sprak, de wi verstahn. Einer kann noch wider weg wesen, von Vadder un Mudder as wenn hei nah Amerika äwer ’t grote Water is. Hei wahnt ganz dicht bi ehr — am Enn in datsülbige Hus — un doch liggt dat as nen grotes Water mang ehr. Un dat giwwt, as Abraham tau den riken Mann säd, kein hen un kein her. Up de ein Sid is Tru un Ihrlichkeit, up de anner Sid is Leigen un Bedreigen un oll Lüd utlachen un taum Besten hebben. Vel jung Lüd maken de Reis äwer dat Water. Äwer ok in dat nige Land, dat de Düwel entdeckt hett, hüren se de Sprak, de se verstahn. Mennig ein Vadder un mennig ein Mudder känen ehr Kind nich mihr trügraupen, so wid is ’t all von ehr aw, äwer uns’ Herrgott kann ’t noch trügraupen, för den is ’t noch nich tau wit weg. Wo seggt David: »Un wenn ick utfleigen ded mit Flüchten bet achter dat grote Water, du würst mi ok dor tau hollen kriegen.« Dor brukt kein Paster lang tau reden, hei redt allein un wenn ’t Tranen un Weihdag kost ’t. Vel sünd in son Bisternis, am Enn uns’ ganzes Volk. Raupen wi ’s up plattdütsch, un se nehmen ’t nich ümmer irnsthaft, raupen wi ’s mit Leiw, un se bliben mennigmal hart, laten wi ’s von Gott raupen, se möten ’t hüren. Plattdütsch is wat wirt, Leiw is mihr wirt, Gotts Wurd is am mihrsten wirt. Hier is ein Deil för gewiß, dat is Plattdütsch, hier is ein tweit Deil, mein ick, bi de Mihrsten, dat is Leiw, de helpen mügg, hier is ein drütt Deil, dat is uns Herrgott, wenn wi ’t man irnsthaft meinen. Denn sünd ok in de deipste Not drei gaude Deil tausamen.