Sall’t bi uns nich ok so wäsen? Ick bün sin, bün min’n Herrgott sin Kind, hei hett ’t seggt, doran will ’ck mi holln un will tauversichtlich sin, mag kamen wat will. Wovör süll ick mi woll fürchten, wenn ick sin bün? Vör min Sünn un Schuld? Ach, sei is grot un swor, aewer hei vergiwwt sei mi ut luder Leiw. Vör dei Taukunft mit ehr Sorgen? Ach, sei is düster un isig kolt, äwer, bün ick man sin, denn nehm ick all min Sorgen in min folt’ten Hänn un dräg sei em hen in dei Gewißheit: »Hei sorgt vör mi«, un ’t kann mi nix gescheihn »as wat hei hett verseihn un wat mi selig is.« Wovör sall ick mi fürchten? Vör Minschen un wat sei mi andauhn willt? Bünn ick man sin, denn weit ick: »Hei un ick hewwn ümmer de Babenhand.« Wovör denn? vör ’t Letzt, vör ’t Starben? Ach, Starben is swor, dat ritt so väl Bänner utnein, dei uns mit dei Welt un uns Leiwen tausamenbind — aewer, bün ick man sin, denn weit ick: Ick heww noch ’ne Heimat, ’nen Vadderhus haben bi em — ick kam eins in’ ne Wohrheit, rut ut all mi Twiefel, ut all min Sorgen.«
Dorüm: »Ick will mi nich fürchten« — so sall’t heiten, bün ja sin, bün min’n Herrgott sin Kind.
Aewer dat will wi em ok verspräken: »Ick will ok din sin, bäter, as ick dat bet dorhen wäst bün: din an’n Sündag un Alldag, din, wenn dei Sünn schient un dei Storm brust. Din, wenn ’ck allein bün un tauhop mit annern. Din, wenn ’ck arbeit un wenn ’ck mi verhal. Din in’t Lewen, din in’t Starben.
Amen.
10.
De olle un de nige Heimat.
Predigt in’n plattdütschen Gottesdeinst an’n 10. Oktober 1920 in de Bugenhagenkirch tau Stralsund hollen von E. Müller.
Gnad wes mit jug von den’n, dei dor is un dei dor was un dei kümmt. Amen.
Wi läsen in’t irste Bauk Mose Kapitel twölf, Vers 1 bet 2.
Un de Herr sprök tau Abram: Gah ut din Vadderland und von din Fründschaft un ut din Vadder sin Hus in ein Land, dat ick di wiesen will. Un ick will di tau’n grot’ Volk maken un will di segen un di einen groten Namen maken un du sast ’nen Segen sin.