Und aus diesen steilen schwarzen Kaminen wälzt und rollt und ringelt sich, schwer und dick, ankämpfend gegen pressenden Winternebel, der schwarze Rauch und dunkelt dämonisch den Himmel ein.

Sind es die Geschütze von ehedem? Sind sie steil emporgerichtet und beschießen den alten Himmel? Sind die Titanen wieder im Kampf gegen die Götter?

Ein unsichtbarer Herr lenkt den Willen dieser Hunderttausende, benützt ihre Muskeln, zwingt ihre Kraft nach einem bestimmten Ziel. Denn sie sind Elementarkraft, nicht Geist.

Doch sie dienen. Sie dienen, wie sie einst dem Willen und dem Genie Napoleons gedient haben. Und das Feuer, das in Hallen und Höfen blendend flammt, legt einen verklärenden Goldrand um diese rußigen Männer der Arbeit.

III.

Jedem aber ist ein Feierabend beschieden.

Dann ist ein Tor offen, um sich zurückzuziehen aus der Fron und aus der Gattung, seinen Geist wieder heimzurufen aus dem Dienst an der irdischen Lebenspflicht — und dann allein zu sein, sich wieder als einen selbständigen Geist zu wissen, sich wieder als eine einzelne persönliche Seele zu empfinden.

Nun treten in die Gesellschaft dieses aufatmenden Feierabend-Menschen die großen, guten und schönen Gedanken und Gebilde aus dem Reiche des Geistes.

Hier sind keine rauchenden Schlote; hier wirkt keine Erdenschwere. Dahinten sind Spannung, Kampf, Haß und Verdruß; sie sind abgelegt wie ein Panzer. Der Befreite geht im Festgewand seiner Phantasien und Gedanken.