„Denn solche Talente kann man machen, den Stein nicht. Da wird in klugen Abständen eine Notiz ins Tageblatt lanciert — übrigens auch Durchfälle schaden nicht, wenn nur die Öffentlichkeit beschäftigt bleibt! — also eine Notiz: der ringende, begabte, geniale Dramatiker etc., pp. — merken Se wat? Dann gute Verbindungen bei der Presse — nu, und nach und nach gewöhnt sich die Welt an den Namen. Aber pikant muß er dichten, pikant! Mit diesem biedren Stein — nee, damit ist kein Haus zu bauen.”
Schaller senkte den Kopf und betrachtete die Diamantknöpfchen seines zerknitterten Frack-Vorhemdes.
„Ihr habt unbedingt die Herrschaft”, sprach er dumpf, wie zu sich selber.
Dann schaute er aus seiner halben Betrunkenheit auf, faßte seinen Freund Marx ins Auge und schnarrte plötzlich in schärfstem Leutnantston:
„Otto Samuel, Sie heißen Markuse — und damit ist alles gesagt! Schluß der Debatte!”
Marx sprang ärgerlich auf. Aber einige spät zurückkommende amerikanische Dollarkönige gaben dem Gespräch einen neuen Aufschwung. Es war von Kartellen, Syndikaten, Trusts die Rede, nüchtern, kaufmännisch, und die Sätze waren gespickt mit Zahlen.
Der kleine Marx und der große Schaller waren wieder in ihrem Element. Und sie schüttelten sich beim Auseinandergehen gemütlich die Hände. Denn jeder schätzte des andren kaufmännische Begabung.