Der Konsul lachte sein sonores Lachen und schloß gelassen:

„Unser weltkluger Materialist Schaller hat sich also seine Gralsburg an einen recht passenden Ort gebaut.”

Ingo, in Frack und Zylinderhut, eine Teerose im Knopfloch, zwei Blumensträuße in Händen, lachte mit und vergaß in diesem Augenblick, daß er selber über den Schmerz einer kranken Freundin hinüber dem auf der Kugel schwebenden Glück nachjagte.

„Ja ja,” sagte er, „ich erinnere mich seines handfesten Programms. Erst die Million, dann die Seele!”

„Stimmt!” lachte Brucks Baßstimme. „Nämlich dem Teufel die Seele, wenn der ihm dafür die Million gibt! Aber Schaller ist gar nicht so schlimm, wie er manchmal tut. Auf die Zehen läßt er sich allerdings nicht treten. Teils durch Spekulation, teils durch Arbeit und zuletzt durch Heirat zwingt er die Dämonen des Reichtums in seinen Dienst.”

Als Steins vornehme Erscheinung neben dem kleineren Bruck die gewundenen Wege des Zaubergartens zu Schallers Burg hinanstieg, war oben schon alles voll lustiger Gäste. Deutsch, Französisch und Spanisch klangen in allen Tonlagen durcheinander.

Kaum in Sicht der Terrasse, wo sich die festlichen Menschen in der Beleuchtung des Sonnenuntergangs bewegten, wurden die Ankommenden vom Hausherrn selbst bemerkt.

„Holla, die erste Überraschung!” rief er. „Mädels, hierher! Wen haben wir da? Den Troubadour!”

Und er packte in seiner nervös-energischen Art die beiden jungen Damen an den Armen und riß sie herum, dem Kommenden entgegen, der den Zylinderhut zog, schon von weitem lachend grüßte und dann seine Blumen überreichte.

Martha wurde glutrot, die Jüngste schlug in die Hände.