Bulgarien, Türkei und Österreich, unsere bisherigen Verbündeten, lagen entmannt, entwaffnet, wehrlos am Boden.

Nun kam die Reihe an uns. Es war kein Heldenstück mehr, das eingeschnürte Volk zur Übergabe zu zwingen. Nicht durch Waffensieg hat Frankreich vermocht, die Deutschen vom französischen Boden und aus Elsaß-Lothringen zu vertreiben. Nicht einmal mit Hilfe seiner Verbündeten. Das bleibt eiserne Tatsache. Die deutsche Westfront wich langsam, aber unbesiegt.

Einem solchen Heere hätte man, gleich einer tapferen Besatzung, großherzige Bedingungen gestatten können. So war's Brauch, so lange die Menschheit Kriegsgeschichte schreibt.

Aber der Waffenstillstand wurde unmenschlich schmachvoll. Und der November 1918, an dem der französische Generalissimus unserem Heer solche Bedingungen aufzwang, bleibt eingebrannt in die Chronik der Weltgeschichte und in das Schuldbuch Frankreichs.

»Sofortige Räumung von Belgien, Frankreich und Elsaß-Lothringen binnen vierzehn Tagen.

»Abzugeben 5000 Kanonen, 30000 Maschinengewehre, 3000 Minenwerfer, 2000 Flugzeuge.

»Räumung des linken Rheinufers; Mainz, Köln, Koblenz besetzt vom Feinde.

»5000 Lokomotiven, 150000 Wagen, 10000 Kraftwagen abzugeben.

»Im Osten Truppen hinter die Grenze vom 1. August 1914 zurückzunehmen.

»Verzicht auf die Friedensverträge von Brest-Litowsk und Bukarest.