Mit herzlichen Grüßen Ihre

Paula Schütz.

Zwölftes Kapitel
Heidelberg

... so möchte man freilich den Weg dahin

richten, wo Freundschaft und Neigung

den reinsten Empfang versprechen.

Goethe an Marianne von Willemer (1817)

Am Eingang des Heidelberger Schloßgartens erhebt sich ein stattlicher, gelb getönter Steinbau.

In steilen Terrassen steigen dort Gärten und Landhäuser längs der gewundenen Straße bis hart an die Schloßmauer heran. Und ihnen entgegen wächst von oben her der Bergwald, der seine Bäume und Büsche tief in die Schloßtrümmer hineinsendet, wo er dann noch mit Efeu alle Ritzen und Gräben der zerbrochenen, doch zärtlich erhaltenen Burg liebevoll einspinnt.

Jenes herrschaftliche Haus entfaltet seine Hauptfront mit Altanen und Steintreppen nach der Nordwestseite. Dort türmt sich das ansehnliche Gebäude aus den Gärten empor und gipfelt zuletzt in einem kleinen Turm, der einer Sternwarte gleicht.