Fanny war aus der Küche herausgeschossen, als sie das Auto vorfahren hörte. Sie war hochrot vom Herdfeuer, trocknete rasch die Hände ab und erregte des Hauptmanns vollkommenes Entzücken. In schneidigen Formen hatte er die anmutige Kleine begrüßt, die aber ihrerseits den Vater rief und wieder an ihre Arbeit ging.
Papa Bieler, mit dem Käppchen in der Hand, war die Höflichkeit selber. Ihm pochte seit seines Sohnes Flucht jedesmal aufs neue das Herz, wenn ein Kraftwagen in sein Hoftor rasselte und Offiziere absetzte.
Er schenkte, nach einigen einleitenden Worten, dem Gast sofort einen kristallklaren Schnaps ein. Und der Hauptmann sah sich mit Behagen in der wohlgetäfelten Bürgerstube um.
»Noch e Schnäpsel, Herr Hauptmann? 's isch e Quetsch.«
»Mit Vergnügen, Herr Bieler! Wie nennen Sie das? Quetsch?«
»Von Zwetschgen gebrannt, verstehn Sie!«
»Ach so, natürlich! Zwetschgenwasser! Famos! Wissen Sie, Herr Bieler, man hat mir Ihre geradezu musterhaften Kellereien gerühmt. Aber ich sehe, Sie verstehen sich auch auf Schnapsbrennerei. Überhaupt: eine urgemütliche Gastfreundschaft hier im Elsaß! Und ein schönes Land, Herr Bieler, ein sehr schönes Land!«
»Ja, ja, Herr Hauptmann, unser Sprüchel hat schon recht:
»Das Elsaß, unser Ländel,
Es isch meineidi schön,