Jetzt ermannte sich Gustav und sprang auf.

»Herr Hauptmann — mein Name ist Arnold — Unteroffizier Arnold — ich habe die Ehre, hier im Hause — Fräulein Bieler hat die Ehre — — ich habe« —

Der Ärmste stotterte und kam ins Zittern; sein Herz hämmerte; seine Nerven und Gedanken und Worte — alles ward ein Irrwischtanz — es flimmerte vor seinen Augen.

»Ja, wer hat denn nu eigentlich die Ehre?« scherzte der verärgerte Hauptmann unbarmherzig weiter. »Wenn einer ein hübsches Mädel auf dem Schoß hat, so ist das allerdings eine ganz verdammt angenehme Ehre! Und ein kolossales Vergnügen dazu. Im übrigen sammeln Sie Ihre sieben Knochen, Unteroffizier, und machen Sie wenigstens die vorschriftsmäßige Ehrenbezeugung! Mein Fräulein, ich ziehe mich zurück und überlasse Ihrem schlotternden Liebhaber das Feld« —

Jetzt war es mit Gustavs Fassung gänzlich zu Ende.

»Es ist mein Bräutigam!« rief Fanny zornig und stampfte mit dem Fuß auf.

Und Gustav außer sich vor Wut:

»Herr Hauptmann, ich bin Kandidat der Philologie, ich bin kein schlotternder Liebhaber, ich verbitte, verbitte, verbitte mir diese unverschämte Beleidigung!«

Bieler zitterte am ganzen Körper und versuchte einen Schnaps einzuschenken, was endlich gelang.

»E Schnäpsel, Herr Hauptmann! Gustav, tais-toi