Berichtigungen und Zusätze.
| S. [34] | Z. 1 u. 18 v. o. l. drei Eier von einer schwarzen Henne st. drei schwarze Hühnereier (die es ja nicht giebt!) |
| S. [117] | Z. 2 v. o. l. alsdann st. aldann. |
| S. [127] | Anm. 2 l. Oesel st. Desel. |
| S. [174] | Die in den Verhandlungen der gelehrten ehstn. Gesellschaft zu Dorpat abgedruckte Kreutzwaldsche Uebersetzung des Märchens vom dankbaren Königssohn ist verglichen worden; der ehstnische Text hat in der helsingforser Sammlung verschiedene Zusätze erhalten. Uebersetzungen anderer ehstnischer Märchen haben mir nicht vorgelegen. |
| S. [174] | Z. 2 v. u. fehlt »zu« vor: ihm. |
| S. [184] | Nota. In Beziehung auf das weiße Pferd bemerkt Neus zu der Sage von Issi teggi (Selbst gethan) im illustrirten Revalschen Almanach für 1856, daß das weiße Pferd in heidnischer Zeit, wie bei andern Völkern, so auch wohl bei den Ehsten, für besonders heilig galt und daher seit Einführung des Christentums für besonders teuflisch. |
| S. [188] | Z. 15 v. o. l. Im st. Ich. |
| S. [229] | Z. 3 v. u. l. fast immer st. meist. |
| S. [354] | Z. 8 v. u. l. einander st. eiander. |
Fußnoten:
[1] Die Goldspinnerinnen erinnern an die Pflegetöchter der Hölle, die dort gefangen gehalten werden, arbeiten und auch spinnen müssen, s. Kalewipoëg (myth. Heldensagen vom Kalew-Sohn) XIII. 521 ff. XIV. 470 ff. L.
[2] Donnerstag und Sonnabend galten den Ehsten in vorchristlicher Zeit für heilig. Im Kalewipoëg, Gesang XIII, V. 423 kocht der Höllenkessel am Donnerstag stärkende Zauberspeise. Nach Rußwurm, Sagen aus Hapsal und der Umgegend, Reval 1856, S. 20, erhalten die Unterirdischen (vgl. Märchen 17), was am Sonnabend oder am Donnerstag Abend ohne Licht gearbeitet wird. Vgl. Kreutzwald zu Boecler, der Ehsten abergläubische Gebräuche &c. (St. Petersburg 1854) S. 97-104. Wenn der oberste Gott der Ehsten, Taara, sich sachlich und lautlich an den germanischen Thor anschließt, so ist aus der jetzigen ehstnischen Bezeichnung des Thortags, Donnerstags, jede Erinnerung an Taara-Thor getilgt; der Donnerstag heißt ehstnisch einfach nelja-päew, d. i. der vierte Tag. (Montag der erste, Dienstag der zweite, Mittwoch der dritte oder auch Mittwoch, Freitag = Reede, corrumpirt aus plattd. Frêdag, Sonnabend = Badetag, Sonntag = heiliger Tag, Feiertag.) L.
[3] Der Sinn ist: Sie durften nicht für sich arbeiten, um den Kasten zu füllen, aus welchem die Braut am Hochzeitstage Geschenke vertheilt. Vgl. Boecler, der Ehsten abergl. Gebräuche, ed. Kreutzwald, p. 37. Neus, Ehstn. Volkslieder, S. 284. L.
[4] Nicht zu verwechseln mit dem Kalew-Sohn (Kalewipoëg), dem Herkules des ehstnischen Festlandes. Auf der Insel Oesel heißt dieser Töll od. Töllus. Vgl. Rußwurm, Eibofolke oder die Schweden an den Küsten Ehstland's und auf Runö. Reval 1855. Th. 2, S. 273. Neus in den Beiträgen zur Kunde Ehst-, Liv- und Kurlands, ed. Ed. Pabst. Reval 1866. Bd. I, Heft I, p. 111. L.