[53] Nach Rußwurm, Sagen aus Hapfal, der Wiek, Oesel und Runö, Reval 1861, p. XVII, denken sich die Ehsten die Wolken als Gallert, und findet man nach Gewittern zuweilen Wolkenstücke auf der Erde, was Rußwurm auf eine Flechtenart (Tremella Nostoc) beziehen möchte. L.

[54] Siehe die [Anm. S. 122] ff. u. [S. 126]. L.

[55] Man bringt das Ferkel zum Quieken, um dadurch die Wölfe anzulocken. L.

[56] Vgl. [S. 114, Anm. 2]. L.

[57] Wörtlich: Ochsenknieleute. L.

[58] S. die [Nota auf der folgenden S]. L.

[59] Dieser Hut stammt aus der Unterwelt. S. Kalewipoëg XIII, 831 ff. Er hat zehn Gewalten, unter andern die Kraft, den Körper auszudehnen und zusammenzuziehen. Der Kalewsohn, der sich des Hutes bemächtigt hatte, beginnt den Ringkampf mit dem Höllenfürsten (Gehörnten, sarwik) in verschrumpfter gewöhnlicher Mannslänge, als aber der Kampf ihn schwächt, läßt er sich durch den Hut wieder zum Riesen machen, hebt den Gehörnten zehn Klafter hoch und stampft ihn in den Boden. XIV, 811 ff. Darauf muß der Hut, der auch Wunschhut heißt, ihn und die drei in der Hölle gefangen gehaltenen Schwestern sammt den Höllenschätzen auf die Oberwelt versetzen; im Uebermuthe verbrennt der Kalewsohn sodann den Schnitzel- oder Wünschelhut. Darüber klagen die Schwestern:

»Warum, starker Sohn des Kalew,
Hast den lieben Hut zerstört du?
Auf der Erden, in der Hölle
Flicht man nie mehr einen solchen.
Todt sind fortan alle Wünsche
Und vergeblich alles Sehnen« ibid. 909. ff.

Noch jetzt herrscht im Werroschen der Gebrauch, daß man nach dem Beschneiden der Nägel an Fingern und Zehen mit dem Messer ein Kreuz über die Abschnitzel zieht, ehe man sie wegwirft, sonst soll der Teufel sich Mützenschirme daraus machen. S. Kreutzwald zu Boecler S. 139. L.

[60] Vgl. im Märchen 4. vom Tontlawald S. [64]. L.