In den früheren zwei Fassungen werden sechs oder sieben, in dieser 30 Vilen namhaft gemacht. Drei, sieben, dreizehn, dreissig, hundert, dreihundert usw. sind im Volkmunde runde Zahlen, um eine unbestimmte, grössere oder kleinere Menge kurz anzugeben. Wörtlich darf man solche Angaben nicht, oder nur äusserst selten, nehmen.
| Pogibija Janje vile
ot Prilipa. | Wie Janja, die
Vila von Prilip ums Leben gekommen. |
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Zaprosio Gjurgjeviću Gjuro
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Herr Gjurgjević Georg, der hat
geworben
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na daleko lijepu djevojku,
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im fernen Lande um ein schönes Mädchen,
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u Dreventu curu isprosio;
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und hat in Drevent eine Maid erworben,
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pokupio kićene svatove:
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geschmückte Hochgezeiter aufgeboten:
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| 5 |
starog svata Miloš Obilića,
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Herrn Miloš Obilić zum
Hochzeitvorstand,
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dva prvljenca, dva Jakšića mlada,
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zum Bräutchenführer beide jungen
Jakšić,
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barjaktara Relju krilatoga;
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zum Fahnenträger Relja mit den Flügeln;
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zove kuma od Erdelja bana
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Gevatter heisst der Ban von Siebenbürgen,
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a prikumka banović Sekulu,
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der Beigevatter Sekula der Bansohn,
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| 10 |
ostalijeh stotinu svatova,
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zum Haupt der Beiständ lädt er Prinzen
Marko
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Gjeverbašu Marku kraljevića.
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und noch dazu wohl hundert Hochzeitgäste.
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Pa odoše Gjurovi svatovi,
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So zogen ab Georgens Hochgezeiter
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u Dreventu daleko hodoše,
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und reisten fort ins weite, weite Drevent.
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a govori Marko kraljeviću:
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Da sprach ein warnend Wort das Prinzchen
Marko:
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| 15 |
— Braćo moja kićeni
svatovi,
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— Geschmückte Hochgezeiter, meine
Brüder!
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daleko se Gjuro zaturio,
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Wohl weit hat sich Georg uns da verstiegen,
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na daleko curo isprosio;
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im fernen Land ein Mädchen sich erworben!
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valja proći kros Prilipa grada,
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Jetzt gilt es durch die Prilipburg zu ziehen,
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gje no stoje vile nagorkinje
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dort hausen aus dem Hochgebirg die Vilen,
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| 20 |
tridest vila u Prilipu gradu
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in Prilipburg wohl ihrer dreissig Vilen,
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a pred njima Janja starešnica,
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als Alteroberhaupt die Vila Janja,
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što strijela konje i junake,
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die schiesst den Pfeil gen Rosse und gen Helden,
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ne da proći kros Prilip junacim.
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die lässt durch Prilip keine Helden ziehen.
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Svatovi će naši izginuti!
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Der Hochzeitzug, der zieht in sein Verderben!
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| 25 |
A veli mu Miloš Obiliću:
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Herr Miloš Obilić darauf
entgegnet:
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— A ne boj se Marko
kraljeviću!
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— Prinz Marko, nur getrost und ohne
Bangen!
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Dok su ovgje sve srpske vojvode,
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Da hier beisammen alle serbischen Führer,
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ne smiju nas vile strijelati.
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so wagen keinen Pfeil gen uns die Vilen.
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Odatele konje naćeraše
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Drauf gaben ihren Rossen sie die Sporen
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| 30 |
kros Prilipa grada bijeloga.
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und jagten durch die weisse Burg von Prilip.
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Ne šćeše ih vile strijelati
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Die Vilen mochten jene nicht erlegen.
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Dok progjoše u Dreventu tvrdu,
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So zogen durch sie nach dem festen
Drevent.
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iz Drevente pa se povratiše
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Auf ihrer Heimkehr aus der Feste Drevent,
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i lijepu curu povedoše,
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als sie das schöne Mädchen mit sich
führten,
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| 35 |
kros Prilipa ope zagaziše.
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so nahmen wieder sie den Weg durch Prilip.
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Gledaju jih sa Prilipa vile;
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Dort kamen sie in Sicht den Prilipvilen.
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naregjuje starešnica Janja:
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Und Janja Oberhaupt erteilt die Weisung:
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— Moje drugarice trideset mi vila,
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— O meine Freundinnen, Ihr dreissig
Vilen!
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strijeljajte Gjurove svatove!
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erlegt mit Pfeilen mir Georgs Geleite!
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| 40 |
A ne da im Angja Prilipkinja:
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Doch Angja von der Prilipburg verwehrt
es:
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— Nemoj Janjo, dugo jadna bila!
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— O lass es Janja, Leid dich lang
verzehre!
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u Prilip su Srbi zagazili,
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In Prilip sind die Serben eingezogen,
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is Prilipa išćeraće vile!
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sie werden uns aus Prilip noch vertreiben!
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A to Janja haje i ne haje,
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Drauf achtet Janja wenig oder gar nicht,
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| 45 |
no poteže od zlata strjelicu,
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sie zieht vielmehr hervor ein golden Pfeilchen,
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da strijelja Miloš Obilića,
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um Miloš Obilić jetzund zu töten;
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a ne da joj Angja Prilipkinja:
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doch Angja von der Prilipburg verwehrt ihr’s:
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— Nemoj Janje, dugo jadna bila!
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— O lass es Janja, Leid dich lang
verzehre!
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Progje Miloš, proćera dorina
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So jagte Miloš heil vorbei den
Braunen,
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| 50 |
pa naljeze Marko na šarina,
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da kam geritten Marko auf dem Schecken,
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pored njega lijepa djevojka.
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an seiner Seite ritt das schöne Mädchen.
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Ćaše Janja da strijelja Marka
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Nun wollte Janja Marko hier erlegen,
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a ne da joj Angja Prilipkinja:
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doch Angja von der Prilipburg verwehrt ihr’s:
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— Nemoj Janje, dugo jadna bila!
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— O lass es Janja, Leid soll dich
verzehren!
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| 55 |
Progje Marko, proćera šarina.
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So jagte Marko heil vorbei den Schecken.
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Sve nalaze kićeni svatovi
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Es folgten nach die schmucken Hochgezeiter
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a naljeze Relja na ždralinu
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es folgte letzt auch Relja auf dem Kranich,
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a krstaš bajrak nosi u rukama.
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die Fahne mit dem Kreuz in Händen haltend.
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Strijelja ga Janja Prilipkinja.
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Von Prilip Janja schiesst gen ihn den Pfeil
ab;
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| 60 |
Pade Relja nis konja ždralina.
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Herr Relja sinkt vom Kranichross zur Erde.
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Dockan vidje Marko kraljeviću,
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Ein wenig später merkte Prinzchen
Marko,
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gje mu Relje ni barjaka nejma,
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dass weder Relja noch die Fahne folge;
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pa se tada Marko ośjetio
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ihm schwante gleich, es sei was vorgefallen,
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a on svoga ustavi šarina
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er machte halt mit seinem Ross, dem Schecken
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| 65 |
i ustavi pet stotin svatova.
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und hiess auch die fünfhundert Gäste
halten.
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Pa vojvode konje povratiše
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Die Führer kehrten um mit ihren
Rossen
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a u travi Relju nalaziše,
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und fanden in dem Grase Relja liegen.
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Onda dobre konje naćeraše,
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Da gaben sie den braven Rossen Sporen,
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u Prilipa vile rašćeraše,
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vertrieben aus der Prilipburg die Vilen
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| 70 |
uvatiše Janju Prilipkinju;
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und fingen ein von Prilipburg die Janja.
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za kose je nis Prilipa vuče
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Prinz Marko schleift sie bei den Haaren
abwärts
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a teškom je topuzinom tuče:
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und schlägt auf sie mit seinem schweren
Kolben:
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— Diži Janjo Relju krilatoga,
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— Erheb den Flügelträger
Relja, Janja,
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nemoj danas glavu izgubiti!
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sonst musst du heute noch dein Haupt verlieren!
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| 75 |
Onda Janja Relji dolazila
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Drauf schritt zu Relja hin die Vila
Janja,
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pa je svakih trava donosila
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sie brachte hin zu ihm so manches Kräutlein
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pa travama Relju zalagaše.
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und legte Kräuter auf des Relja Wunden.
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Dok se diže Relja ot Pazara;
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Da reckt sich auf Herr Relja aus dem
Pazar,
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dok se diže, on skoči ko da se pomami,
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er reckt sich auf, ein Sprung, als wär er
rasend
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| 80 |
môm presječe Janju Prilipkinju.
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und haut im Nu entzwei von Prilip Janja.
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A kad Relja preśjekao Janju
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Nachdem Herr Relja Janja durchgesäbelt,
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pa Prilipa srbi porobiše.
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da plünderten die Prilipburg die Serben.
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Ode Gjuro, odvede djevojku.
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Nun zog Georg mit seinem Mädchen
heimwärts,
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Marko śjede u Prilipa grada,
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doch Marko liess sich nieder wohl auf Prilip,
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| 85 |
u Prilipu pa se oženio.
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auf Burg von Prilip nahm er sich ein Weibchen.
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Tu je njemu postojbina bila.
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Auf diesem Orte war er erbgesessen.
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Ja to bilo, ja to nije bilo,
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Ob’s so geschehen oder nicht
geschehen,
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davno bilo, sat se spominjalo;
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geschehen ist’s, man soll davon gedenken;
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mi velimo, da se veselimo!
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wir singen’s, um daran uns zu ergetzen!
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| 90 |
Bog nam dao što bi dobro bilo,
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Gewähr uns Gott, was wohl bekommen
dürfte,
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kom djevojku kom li udovicu,
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ein Mädchen dem, dem andren eine Witwe,
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meni dvije da mi nije krivo,
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mir zwei zugleich, ich soll nicht klagen
mögen,
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jednu smješnu, drugu ozimačnu,
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ein lustig Ding und eine treu zur Arbeit,
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su tim ćemo na planinu poći,
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mit denen auf die Alm wir ziehen könnten,
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| 95 |
da sirimo i da kiselimo.
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um Käs’ zu machen, saure Milch zu
kochen.
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Zu V. 1. Es scheint mir, dass »Georgsohn Georg« eine vom Guslaren erfundene Gestalt ist.
Zu V. 3. Drevent vom pers. derbend, türk. dervend, Engpass, befestigter Pass; kommt als Ortname mehrmals vor (z. B. Dervent an der Ukrina). Der Guslar verlegt die Burg Drevent offenbar nach Bulgarien.
Zu V. 5–10. Über die Würdenträger bei Hochzeiten, vergl. Krauss: »Sitte und Brauch der Südslaven«, S. 380–385.
Zu V. 11. Marku ist ein grammatischer Fehler, wie deren im Liede mehrere vorkommen. Ich mag sie nicht besonders anführen und besprechen, weil für den Folkloristen derlei Erörterungen im allgemeinen von keiner Wichtigkeit sind.
Zu V. 40. Angja hat man sich als Wahlschwester des Prinzen Marko zu denken.
Zu V. 58. Krstaš bajrak ist eine Prozessionfahne.
Zu V. 65. Während im V. 10 nur von 100 Hochzeitleuten die Rede ist, kommen hier fünfhundert vor. Der Irrtum ist kein Irrtum, wenn man die Schlussbemerkung der Einleitung über die runden Zahlen als richtig gelten lässt.
V. 87–95 ein Nachgesang, an den der Guslar noch eine »Würze« anhing, die wegen ihres unzüchtigen Inhaltes hier nicht abgedruckt werden darf.