R. Moor (reicht ihm die Hand mit abgewandtem Gesicht.)
D. a. Moor. Wär'st du meines Karls Hand! — Aber er liegt fern im engen Hause, schläft schon den eisernen Schlaf, höret nimmer die Stimme meines Jammers — weh mir! Sterben in den Armen eines Fremdlings — Kein Sohn mehr — kein Sohn mehr, der mir die Augen zudrücken könnte —
R. Moor (in der heftigsten Bewegung.) Itzt muß es seyn — itzt — verlaßt mich (zu den Räubern.) Und doch — kann ich ihm denn seinen Sohn wieder schenken? — Ich kann ihm seinen Sohn doch nicht mehr schenken — Nein! Ich will's nicht thun.
D. a. Moor. Wie Freund? Was hast du da gemurmelt?
R. Moor. Dein Sohn — ja alter Mann — (stammelnd.) dein Sohn — ist — ewig verloren.
D. a. Moor. Ewig?
R. Moor (in der fürchterlichsten Beklemmung gen Himmel sehend.) O nur dißmal — Laß meine Seele nicht matt werden — nur dißmal halte mich aufrecht!
D. a. Moor. Ewig, sagst du?
R. Moor. Frage nichts weiter. Ewig, sagt' ich.