Amalia (heftig auf Herrmann losgehend.) Feiler, Bestochener, Betrüger! (faßt ihn hart an.)
Herrmann. Das bin ich nicht, gnädiges Fräulein. Sehet selbst, ob's nicht euer Bild ist — ihr mögt's ihm wohl selbst gegeben haben.
Franz. Bey Gott! Amalia, das deine! Es ist wahrlich das deine!
Amalia (gibt ihm das Bild zurück.) Mein, mein! O Himmel und Erde!
D. a. Moor (schreyend, sein Gesicht zerfleischend.) Wehe, Wehe! mein Fluch ihn gejagt in den Tod! gefallen in Verzweiflung!
Franz. Und er gedachte meiner in der letzten schweren Stunde des Scheidens, meiner! Englische Seele — da schon das schwarze Panier des Todes über ihm rauschte — meiner! —
D. a. Moor (lallend.) Mein Fluch ihn gejagt, in den Tod, gefallen mein Sohn in Verzweiflung! —
Herrmann. Den Jammer steh ich nicht aus. Lebt wohl, alter Herr! (leise zu Franz.) Warum habt ihr auch das gemacht, Junker? (geht schnell ab.)
Amalia (aufspringend, ihm nach.) Bleib, bleib! Was waren seine letzten Worte?
Herrmann (zurückrufend.) Sein letzter Seufzer war Amalia. (ab.)