[1070] Frarécheur, der männliche Mitteilhaber bei einer Lehensteilung unter Geschwister; der Hauptlehenserbe war der Parageur, doch wird dieses Wort auch im Sinne einfach von Mitbelehnter gebraucht.
[1071] Léon Vanderkindere. Notice sur l’origine des magistrats communaux et sur l’organisation de la marke dans nos contrées au moyen âge. Bruxelles 1874.
[1072] Abgeleitet von Drug, Freund.
[1073] Valtazar Bogišić. Zbornik sadašnjih pravnih običaja u južnih Slovena. Agram 1874. Es ist hier der Hinweis am Platze, dass der angesehene slavische Rechtsforscher wohl als der Begründer jener Schule zu betrachten ist, welche in Deutschland Richter Post in Bremen vertritt und als ethnologische Jurisprudenz bezeichnet. Ehe noch des letzteren erste Schriften erschienen, hatte Bogišić ein schon auf dieser Grundlage aufgebautes Werk über das Gewohnheitsrecht der Slaven veröffentlicht (Pravni običaji u Slovena. Agram 1867). Seine Übereinstimmung mit Post’s leitenden Gedanken kenne ich aus dem eigenen Munde des mir befreundeten slavischen Gelehrten. Bogišić, aus Ragusa gebürtig, dermalen kais. russ. Staatsrat und Professor an der Universität zu Odessa, hat soeben die Ausarbeitung des Zivilgesetzbuches für das Fürstentum Montenegro beendet, eine Arbeit, die ihn viele Jahre in Anspruch nahm. Siehe darüber seine kleine Schrift: A propos du code civil du Monténegro; quelques mots sur les principes et la méthode adoptés pour sa confection. Paris 1886.
[1074] Dr. Fr. S. Krauss. Sitte und Brauch der Südslaven. Wien 1885.
[1075] Leroy-Beaulieu. L’empire des Tsars et les Russes. Bd. I. S. 477.
[1076] Krauss. A. a. O. S. 2.
[1077] A. a. O.
[1078] A. a. O. S. 18–19.
[1079] A. a. O. S. 57.