Desgleichen gehört dieser Schule die Statue des hl. Bischofs Erhard an einem Pfeiler der nördlichen Reihe an (Abb [84]) (vgl. S. 132). Um 1335.
Hierher sind auch zu zählen als letzte und weniger gute Vertreter dieser Schule vier Statuen im Ostchor an der Nordwand desselben, nämlich ein hl. Bischof, ein Jacobus d. Ä. (später abgeändert in Sebald) und ein Apostel (siehe S. 157–159).
Nicht in die Schule der Seitenschiffportale gehört die überlebensgroße Statue eines Christus mit den Wundmalen am ersten nördlichen Pfeiler des Mittelschiffes. Die Behandlung des Nackten ist ziemlich flach, die der Draperie dagegen erinnert in ihrer Vornehmheit an die klassizistische Richtung der romanischen Epoche. Mit Konsole und Baldachin aus der Zeit um 1335. An der Konsole das Wappenschild der Holzschuher.
Christus als Schmerzensmann. Überlebensgroße Steinfigur mit Konsole und Baldachin. Im nördlichen Seitenschiff am ersten Pfeiler. Nachbildung des vorigen aus der Zeit um 1380. Mit dem Wappen der Pömer.
Christus als Schmerzensmann. Halblebensgroße Steinfigur, früher am westlichen Pfeiler der südlichen Reihe, jetzt an der Nordwand des Löffelholzchores, aus der Zeit um 1400. Ohne Sockel und Baldachin. Mit dem Wappen der Ebner.
Die hl. Helena (Abb. [85]). Lebensgroße Steinfigur im südlichen Seitenschiff am ersten Pfeiler. Mit Baldachin aus der Zeit um 1350. Konsole mit dem Wappenschild der Ebner, welches zwei Knappen halten, aus der Zeit um 1320.
Ebenda Maria mit dem Kinde, durch Krone und Zepter als Himmelskönigin charakterisiert. Lebensgroße Steinfigur aus dem 14. Jahrhundert. Das Zepter ist neu.
Daneben die ebenfalls steinerne Statue der hl. Katharina, in der Gesamtkomposition der früher erwähnten ähnlich, doch roher und von älterem Typus. 14. Jahrhundert.
Der hl. Antonius. Dreiviertellebensgroße Steinfigur im südlichen Seitenschiff am Turmpfeiler, aus der Zeit um 1350. Baldachin fehlt. Konsole mit dem Wappenschild der Ebner, gehalten von zwei Knappen, aus der Zeit um 1320.