An der entgegengesetzten Seite desselben Pfeilers ein Holztafelgemälde vom Jahre 1478, eine Allegorie auf die Geburt Christi darstellend. In der Mitte die Anbetung des Christkindes durch Maria, in den Ecken Moses am feurigen Busch, Aaron mit dem blühenden Stab, Gideon mit dem Vließ und die Porta clausa des Ezechiel, ferner in den Zwischenräumen der Pelikan, das Einhorn, der Phönix und der Löwe sowie die vier Evangelistensymbole. Es ist eine Wiederholung der zum Andenken des Professors Friedrich Schon († 1464) gestifteten Darstellung vom Meister des Wolfgangaltares in der Lorenzkirche (Thode, S. 53; Gebhardt, S. 80 ff.; Redslob in den: Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum. 1907, S. 24 ff., mit Abb.), nur mit deutschen statt mit lateinischen Inschriften. Oben am Bild folgende Schrift: „Anno domini milesimo CCCC vnd in dem lxxviij jare am freitag nach sant Valentins tag verschied der erbar mann Vlrich Starck der elter dem got gnedig vnd barmhertzig sei Amen. Vorneurt 1591. 1658.“ Starcksche Stiftung vom Jahre 1478. Infolge der inschriftlich beglaubigten Restaurierungen schlecht erhalten. Unten auf dem Bild die Familienglieder des Stifters mit den Wappen der Starck-Pirckheimer und Starck-Neudung.

Am zweiten nördlichen Mittelschiffpfeiler ein Holztafelgemälde mit der Verkündigung. Von einem Meister des Überganges, Anfang des 16. Jahrhunderts. Unten auf dem Bild der Stifter mit seinen Familiengliedern und die Wappen der Ölhafen und Pfinzing. Stiftung der Ölhafen.

Am zweiten südlichen Mittelschiffpfeiler Holztafelgemälde mit der Taufe Christi und anderen Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers. Unten kniende Angehörige der Örtelschen Familie, dazu rechts das Wappen der Groß, links das der Örtel, in der Mitte die Inschrift: „Anno 1525 den 21. Julii Starb der Erbar Sigmund Orttell. Verneut An. 74.“ Murr wollte eben dieses Gemälde dem nach dem Zeugnis Neudörfers von Dürer mit Anerkennung genannten Maler Sebald Baumhauer, der in seinem Alter Kirchner an St. Sebald war, zuschreiben, doch, wie es scheint, ohne triftigen Grund.

An der Ostseite des südlichen Vierungspfeilers ein Holztafelgemälde mit der Beweinung Christi. Genaue Kopie nach dem Dürerschen Original in der Alten Pinakothek zu München, vielleicht von Georg Gärtner dem Jüngeren († 1654). Wie das Original Holzschuhersche Stiftung.

In den unteren Ecken des Bildes ist der Stifter mit seiner Familie abgebildet: links das Wappen der Holzschuher-Groland-Müntzer-Gruber(?), rechts das Wappen der Gruber. Siehe Thausing, Dürer. II. Aufl., I. Bd., S. 180 ff.

An der Ostseite des nördlichen Vierungspfeilers gegenüber der Kanzel ein Ölgemälde auf Holz, das Jüngste Gericht, freie Kopie nach dem sogenannten Kleinen Jüngsten Gericht von Rubens vom Jahre 1628. Mit Rahmen und einem Aufsatz. Imhoffsche Stiftung.

Auf dem Rahmensockel sind auf Holz gemalt die Bildnisse des Stifters, seiner Ahnherren väterlicherseits mit den Jahrzahlen 1580 und 1628, Willibald Pirckheimers und seiner Gemahlin und Albrecht Dürers mit der Inschrift: „Effigies Alberti Düreri A° 1509“; der Stifter hält eine Tafel mit einem Spruch über die Vergänglichkeit des Lebens. Diesen gegenüber Kreszentia, die Gattin Willibald Pirckheimers, kniend, hinter ihr ihr Gemahl und Albrecht Dürer stehend, letzterer mit einer Tafel, worauf die Inschrift, der zufolge die Gedenktafel Herrn Willibald Imhoff dem Älteren und dessen in Gott ruhenden lieben Voreltern von seinem Sohne Hans Imhoff zu Ehren aufgerichtet worden ist „anno salutis 1. Januarii 1628“. — Auf dem Rahmen über dem Gemälde des Jüngsten Gerichts die Inschrift: „Das Gedechtnuß des Gerechten bleibt im Segen“, auf dem Rahmen unten zwischen diesem Gemälde und der Votivtafel: „Hans Imhoff Fundator“.

Der ebenfalls eingerahmte Aufsatz enthält ein Gemälde auf Leinwand: Allegorie auf die Vergänglichkeit (Tod und zwei kräftige Knaben in der Art des Rubens). Auf dem Rahmen oben: „Memento mori“, unten MDCXXVIII.

Zur Seite des Aufsatzes zwei Pyramiden in Holz geschnitzt, oben das Wappen der Imhoff.

Die Gemälde sind wahrscheinlich Arbeiten des Jörg Gärtner des Älteren († 1640). Über das Verhältnis dieser Stiftungstafel zu der in der Rochuskapelle von 1624 Ausführliches bei Stegmann, Rochuskapelle. 1885, S. 43 ff.