Auf dem unteren Teil des Rahmens: „Gleichwie vor disem Thürlein klein / Das Endt der Welt in Stain gar fein / Ist abgebild als ist nit geringer / Der Welt Anfang durch Malers Finger / Hie fürgestelt das du Mensch dein Leben / Von Anfang mogst betrachten eben / Wie das du nur seist Staub und Erden / Zu der du auch mußt wider werden / Drum leb, auch stirb hie seliglich / So bleibst bei Gott dort ewiglich. Renov. Anno 1774.“ Mit dem „Endt der Welt in Stain gar fein“ vor der Schautüre ist das Relief mit dem Jüngsten Gericht gemeint (siehe S. 148). Die 1774 vorgenommene Renovierung war nicht umfassender Natur. Auf den anderen Teilen des Rahmens: „Paulus, Christophorus, et Fridericus cognomine Behaim, Fratres, Pauli Fridericique filii et nepotes, ob praeclaram in successiuo et duodeno ordine maiorum suorum memoriam, picturam hanc fieri et ceteris familiae suae monumentis affigi curarunt anno reparatae per Christum salutis humanae M. D. C. III. Patriam beat prudentia.“ Auf dem Rahmen in Holz geschnitzt ein Totenkopf mit einem Schriftband: „Talis terrenae vitae solet exitus esse.“
Abb. 104. Darstellung des Paradieses. Holztaf.-Gem. von J. Kreuzfelder.
Abb. 105. Abendmahl und Ölberg. Wandgemälde im Ostchor.
Die ganze Gedenktafel wurde 1904 durch Andreas Mayer restauriert.
Rechts vom Eingang zur südlichen Sakristei ein Holztafelgemälde mit der Himmelfahrt Mariä von einem mittelmäßigen Maler der Dürerschen Gefolgschaft. Im Vordergrunde ein geistlicher Donator mit dem Wappen der Ölhafen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts.
An der Westwand der kleinen Kapelle neben dem Dreikönigsportal ein Holztafelgemälde mit figurenreicher Kreuzigung. Erste Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Gegenüber am Chorpfeiler ein kleines ehemals zu einem Almosenstock gehöriges Ölgemälde auf Holz, eine Brotausteilung unter Krüppel und Arme darstellend. Die Unterschrift lautet: „Lege[t] ewer heillig almüssen jn dissen stock zu enthaltung der armen leydt so burger jn disser stat werd vnd gostenhof (d. h. in dieser Stadt, Wöhrd und Gostenhof) sind durch gots willen.“ 16. Jahrhundert.