Auch an alten Wandmalereien besitzt die Kirche noch eine ansehnliche Zahl. Die meisten derselben wurden erst bei der letzten großen Wiederherstellung unter der Tünche aufgefunden und freigelegt. Einige von ihnen mögen wohl während des 14. und beginnenden 15. Jahrhunderts in Verbindung mit Mensen Altäre gebildet haben.

Im südlichen Seitenschiff an der Westwand neben dem Bogen zur Turmhalle die Riesengestalt des hl. Christophorus, dazu Angehörige und Wappen der Familie Ebner-Vetter(?). Die Füße des Heiligen sowie die Baumwurzel wurden bei der letzten Restaurierung durch Professor Haggenmiller ergänzt. Dieser Christophorus des 15. Jahrhunderts verdeckt zum größten Teil die noch gewaltigere Darstellung desselben Heiligen aus dem 14. Jahrhundert, die ohne Zweifel künstlerisch weit bedeutender war, wie die oberhalb des späteren Bildes erhaltenen beiden Köpfe noch gut erkennen lassen. Darüber Spuren einer späteren Darstellung des Veronikatuches.

Beim Dreikönigsportal die Gregoriusmesse mit Maria und Johannes dem Evangelisten. 15. Jahrhundert.

Am dritten südlichen Mittelschiffpfeiler der Tod Mariä, frühes 15. Jahrhundert, dazu Reste dreier älterer Darstellungen aus der Passions- oder Heiligengeschichte, von denen nur der obere Teil einer Kreuzigung genauer zu erkennen ist.

Im nördlichen Seitenschiffe an der aus dem Anfange des 16. Jahrhunderts stammenden hölzernen Empore im Steinton gehaltene Maßwerkmalereien, zwischen denen sich die Wappen der Haller, Holzschuher und Stromer einfügen.

An Wandmalereien sind im Ostchor noch vorhanden:

Über dem Pfinzingchörlein zwei Prophetengestalten mit Spruchbändern, aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert. Die Deckenmalereien im Pfinzingchörlein, Darstellungen des Weltheilands und der vier Evangelistensymbole, gehören wohl erst dem Ende des 16. Jahrhunderts an.

Am Kaiserchörlein oben eine Inschrifttafel mit der auf die Barockausstattung der Kirche bezüglichen Jahreszahl 1657 und ein Veronikatuch, gehalten von den Aposteln Petrus und Paulus, unter denen sich die ursprünglichen Engel befinden, aus dem 15. Jahrhundert.

Als die Kulmbachsche Tafel zum Zweck ihrer Wiederherstellung von der Wand entfernt wurde, fand sich an dieser, die ganze Länge einnehmend, ein Ölgemälde, die Kreuztragung Christi mit der Figur des Herrn in der Mitte und einem figurenreichen Zuge von Gewappneten und Volk sowie den klagenden Frauen, der sich aus einem Tore der links beinahe aus der Vogelschau dargestellten türmereichen Stadt Jerusalem herausbewegt. Daneben war ganz links die Inschrift zu lesen: