6. Reihe: In den mittleren Feldern zwei Wappen der Volckamer mit der Inschrift: „Anno domini 1488“, zu den Seiten männliche und weibliche Anbeterfiguren mit Spruchbändern und den Wappen der Stromer, Volckamer (2), Ebner und Schürstab.

15. Das Imhoffsche Fenster. Vom Jahre 1601 (links unten in der zweiten Reihe datiert), die beiden untersten Wappenpaare vom Jahre 1641. Von Jakob Sprüngli oder Christoph Maurer (1558–1614), ebenfalls einem geborenen Schweizer.

Das Glasgemälde umfaßt das ganze Fenster. Wirkungsvoller architektonischer Aufbau in kräftigen Renaissanceformen mit reichen Zutaten von Puttenfiguren, Festons usw. in den beiden äußeren Bahnen, oben die allegorischen Figuren Glaube und Liebe; in den beiden mittleren Bahnen 20 Einzelwappen und Allianzwappen der Imhoff, teils mit Wappenzier, teils von Kränzen umrahmt. Die zu diesem Fenster gehörigen Glasmalereien des Maßwerks sind bei der Versetzung des Fensters an dessen ursprünglichem Ort, nämlich in dem an der Nordseite des Ostchores gerade gegenüberliegenden Fenster zurückgeblieben (siehe oben).

16. Das letzte Fenster im Ostchor. Um 1360. Das Glasgemälde war wie das im gegenüberstehenden Fenster befindliche wahrscheinlich schon vor Beginn des Ostchorneubaues vorhanden.

Das Fenster ist entweder eine Paumgärtnersche Stiftung oder eine Stiftung der Familien Pirckheimer, Paumgärtner und Grabner, deren Wappen die Sockelreihe aufweist. Was die Komposition anlangt, so sind die beiden mittleren Bahnen zusammengefaßt und in drei Etagen mit je drei Feldern abgeteilt, wobei in den jeweiligen Bekrönungen zwei Giebel mit einem Rundbogen abwechseln; unten die Anbetung der heiligen drei Könige, in der Mitte die Darbringung im Tempel, zu beiden Seiten weibliche Figuren mit Tauben, darüber Propheten, oben der zwölfjährige Jesus bei den Schriftgelehrten, zu beiden Seiten Engel.

Südliches Seitenschiff. Im ersten Fenster von der alten Querhausmauer an ein größeres Welsersches Wappen und vier kleinere runde Welsersche Allianzwappen, bei deren einem das heraldisch rechte Wappen durch buntes Glas ersetzt ist.

Im zweiten Fenster ein größeres Behaimsches, drei kleinere runde Welsersche und ein ebensolches Ölhafensches Allianzwappen.

Im dritten Fenster Christus am Kreuz mit Maria und Johannes, darüber prächtig stilisiert Helm, Helmdecke und Zimier zu einem jetzt fehlenden Ölhafenschen Wappen, außerdem vier kleine Rundscheiben mit dem Wappen der Gutschneider, Koler-Kreß, Ölhafen-Volckamer und Welser-Nützel.

Im vierten Fenster, dem kleinen Fenster über dem Südportal, das Wappenschild der Pömer und ein Spruchband, auf dem M. M. Mayer noch die jetzt fast verschwundene Inschrift las: „Heinrich Pömer Starb Anno 1331“, darunter zwei Donatoren (bezeichnet als Friedrich und Konrad Pömer) mit zwei Pömerschen Allianzwappen (Abb. [110]).