„Wolfgang Endter der Elter, Buchhändler alhier übergiebt diese Zwo kannen sampt einem Kelch Paten, und oblaten schächtelein Zum Gebrauch des Heiligen Abendmahls, der jüngst verneüerten Kirchen zu S. Sebald mit Herzlichem wunsch das Gott die reine seligmachende Religion bei uns, bis an der welt ende unverfälscht erhalten wolle.

Gott! Deine Gnad hat mir beschert
Was ist zu Danckbarkeit verehrt.
Am Palmsonntag im Jahr Christi 1658.“

Beschauzeichen Nürnberg und Marke. Siehe Rosenberg, a. a. O. Nr. 3226 e und f.

Abendmahlskelch mit Patene. Kelchhöhe 25·5 cm, Patenendurchmesser 17·5 cm. Silber, vergoldet. Gestiftet von Wolfgang Endter dem Älteren 1658 (siehe oben). Fuß sechsblattförmig mit Horizontalprofilierungen. Am Nodus und am Fuß Gravierungen: am Nodus Blumenornamente, am Fuß Engelsköpfe, außerdem Blattfriese und Fruchtkränze. Auf dem Boden des Kelches eingraviert die Wappen des Stifters und seiner Ehegattin, gehalten von einem Engel, darüber die Jahrzahl 1658.

Mit dem Beschauzeichen Nürnberg und Marke. Siehe Rosenberg, a. a. O. Nr. 3226 g.

Auf der Rückseite der Patene ist, von einem Kranz umrahmt, das Wappen des Stifters graviert, auf dem Rande ein Kreuz.

Abb. 130. Sanduhr (ehemals an der Kanzel).