Ausführliche Beschreibung bei Essenwein, Einige Gold- und Silbergefäße aus dem Schatze im Germanischen Museum. In den „Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum“. II, 1887, S. 45. Vgl. auch Rosenberg, a. a. O. Nr. 3188 d.
Wandteppiche.
Ein weitaus besseres Schicksal als die Paramente erfuhren die Wandteppiche, mit denen die Kirche reich ausgestattet war. Außer den vorhandenen zehn Gobelins existiert noch einer vom Jahre 1477 aus dem ehemaligen Kirchenbesitz, der auf Umwegen wieder in die Hände der Stifterfamilien gelangt ist[XXIII]; und noch zwei weitere Stücke dürften sich im 15. Jahrhundert den übrigen angereiht haben: eine Fortsetzung der Katharinenlegende und ein Gegenstück zum Sebaldusgobelin.
Abb. 132. Gobelin mit Darstellungen aus der Legende des hl. Sebald.
Abb. 133. Gobelin mit Darstellungen aus der Legende des hl. Sebald.
Die Darstellungen sind meist dem Marienleben und den Legenden der beliebtesten Heiligen der Kirchengemeinde Sebald, Katharina und Helena, entnommen; ein Wandteppich erzählt vom „Verlorenen Sohn“, einer vom alten Testament.