„Anno MCCCCLXXVII ad XXVI matzo so haben wir Pertold und Hans Tucher senior geprüder und Anthony und Langhans Tucher von unser geselschaft gekauft ein grabtebich mit dem englischen grus, der kost hott 14 guld. rh. und für das Tucher wappen darauf und zu füttern kost 2 gulden. Den thebich soll fürpaß albeg der eltist Tucher, der die jartag ausricht, pei seinen handen gehalden zu denselben jahrtagen.“
„Dieser Teppich kam im Jahre 1884 in den Besitz der Antiquitätenhändler Rösch und Zimmermann dahier, wo ich ihn sah und für meinen Bruder Heinrich [Heinrich Freiherr v. Tucher Exzellenz, jetzt K. Bayer. Gesandter in Wien] um 4000 M kaufte. Dieser ließ ihn in den Werkstätten (fabbrica degli arrazzi) des Vatikans unter Cavaliere Centili für 1250 Lire renovieren und hat mit dem ehrwürdigen Familienmonument von wunderbarer Schönheit eine Wand seines Arbeitszimmers verkleidet. Heute ist der Teppich unter Kennern gewiß 20.000 M. wert.“
[XXIV] Siehe Cod. lat. 901, f. 118–135 und Cod. lat. 23.877, f. 182 ff. der Kgl. Hof- und Staatsbibliothek in München.
Urkundliche Beilagen.
Die folgenden Urkunden und Urkundenauszüge sind bei der besonderen Wichtigkeit, die sie vom Standpunkte der historischen und kunsthistorischen Forschung für die Geschichte der St. Sebaldkirche beanspruchen dürfen, ausgewählt worden. Je nach Bedeutung und Bedürfnis sind die einzelnen Stücke entweder in ihrem ganzen Umfange oder im Auszuge wiedergegeben oder ihr Inhalt nur in aller Kürze hervorgehoben worden. Die Originale der Urkunden bis zum Jahre 1401 sind sämtlich im Königlichen Allgemeinen Reichsarchiv zu München aufbewahrt.[XXV] Von einer ganzen Reihe weiterer Urkunden sind kurze Regesten in der chronologischen Übersicht (siehe S. 234) gegeben.
| 1. | Nürnberg 1255, Juli 29. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof H[einricus] von Samland verleiht … omnibus cum debita devotione venientibusad dedicationem altaris sancti Stephani siti in parrochia[XXVI] sancti Sebaldi in Nurenberc penitentibuset confessis 40 Tage Ablaß der schweren, ein Jahr der läßlichen Sünden und eine halbe Carina[XXVII]von der ihnen auferlegten Buße. Datum Nurenberc anno domini 1255 in festo prenotato [sancte Margarete]. Original-Pergament. — Siegel abgefallen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2. | Nürnberg 1256, Oktober 1. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Heinrich von Bamberg verleiht allen Christgläubigen, welche die Pfarrkirche zu St. Sebaldin Nürnberg in die dedicacionis — am Kirchweihtage — und an den Festtagen der Apostel Petrus undPaulus und des hl. Sebald besuchen und ihre Almosen darreichten, einen Ablaß von 40 Tagen und einerCarrina. Datum Nurenberc 1256 in die sancti Remigii. Original-Pergament. — Siegel abgefallen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 3. | Bamberg 1273, August 8. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Berthold von Bamberg ermahnt alle Christgläubigen — cum igitur ecclesia sanctiSebaldi in Nurenberch in vitris et in quibusdam allis ad suum ornamentum et decorem necessariisdefectum paciatur —, zum Nachlaß ihrer Sünden für die Herstellung jener Bedürfnisse ihrehilfreiche Hand darzubieten, und erläßt allen wahrhaft Reumütigen nach abgelegter Beichte und Darreichungihres Almosens 40 Tage Ablaß von den schweren und ein Jahr von den läßlichen Sünden und verleihtden Pfarrkindern, welche den Gottesdienst daselbst fleißig besuchen, denselben Ablaß. Datum apud Babenberch anno domini millesimo ducentesimo septuagesimo tercio indie beate Afre. Original-Pergament mit an rotweißer Seidenschnur anhangendem kleinem Fragment desbischöflichen Siegels. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 4. | 1274, August 17. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Berthold von Bamberg verleiht, nachdem er am 10. September 1273 — hinc est,quod ob dilectionem et precum instanciam honorabilium virorum Chunradi buttugelarii,Marquardi sculteti et universitatis civium in Nurenberg in dominico die post nativitatemgloriosissime virginis Marie consecravimus chorum et altare parrochialis ecclesie sancti Seboldi— Chor und Altar der Pfarrkirche St. Sebald eingeweiht, allen wahrhaft Reumütigen, welche gebeichtethaben und dort ihre Almosen am Jahrtage der Einweihung des Chores und des Altares und in den einzelnenMonaten des Jahres spenden, je 40 Tage Ablaß von den schweren und ein Jahr von den leichtenSünden und ermahnt die Vorgenannten, von ihren Gütern ad monasterium sancti Sebaldi, wo einsolcher Ablaß in jedem Jahre und zu den verschiedenen Zeiten gefunden werde, ihre Almosen darzureichen. Datum et actum anno domini 1274 16. kal. sept. Original-Pergament mit an gelbvioletter Seidenschnur anhangendem beschädigtem bischöflichem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 5. | Nürnberg 1274, November 22. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leo von Regensburg verleiht allen Christgläubigen, welche die Kirche St. Sebald in Nürnbergan den Festen der Reinigung, der Verkündigung, der Himmelfahrt und der Geburt Mariens, am Festedes hl. Sebald und am Jahrestag der Einweihung — ac in anniversario ipsius ecclesie — in Andachtbesuchen und zur Kirchenfabrik mit zerknirschtem Herzen und nach abgelegter Beichte Beiträgespenden, einen Ablaß von 40 Tagen von den schweren und von 80 Tagen von den läßlichen Sünden nachvorausgegangenem Konsens des Diözesanbischofs. Datum Nuerenberch anno 1274 10. kalend. decembr. Original-Pergament mit anhangendem Fragment des bischöflichen Siegels. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 6. | Nürnberg 1275, Mai 24. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Heinrich von Trient, kaiserlicher Protonotar, ermahnt, da die ehrbaren Bürger und das Volkzu Nürnberg die schöne Kirche daselbst bauen — cum igitur honorabiles viri burgenses et popularesopidi Nurenbergensis ecclesiam ibidem pulchram construant, sicut fide didicimus oculata —alle Christgläubigen, von ihren Gütern zu dem genannten Werke fromme Almosen zu spenden, und verleihtallen, welche zerknirschten Herzens und nach abgelegter Beichte zur Kirchenfabrik Almosen geben, einenAblaß von 40 Tagen nach Zustimmung des Diözesans. Datum Nůrenberg anno domini 1275 in crastino ascensionis domini. Original-Pergament mit anhangendem bischöflichem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 7. | Bamberg 1283, November 17. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bruder Inzilerius vom Orden des hl. Augustinus, Bischof zu Budua, verleiht omnibus corde contritiset confessis, qui cum candelis accensis in criptam Nurenberg ad altare beate virginisiter suum direxerint, cum sacerdotes, clerici et scolares constituti ibidem pernunctiant laudemsiue antyphonam de canticis cantant eiusdem gloriose virginis, Ablässe von 40 Tagen von dentödlichen und einem Jahr von den läßlichen Sünden nach erfolgter Zustimmung des Bischofs Bertholdvon Bamberg. Datum in Babenberg anno domini 1283 15. kal. decembr. Original-Pergament mit an gelber Wollenschnur anhangendem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 8. | Nürnberg 1284. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Gottfried von Passau verleiht allen Christgläubigen, requirentibus siue visitantibus autrecipientibus qualibet noctium ad laudem beate virginis seu mane ad missam, wenn sie reumütigsind und gebeichtet haben, Ablässe von 40 Tagen von den tödlichen und von einem Jahr von denläßlichen Sünden, insbesondere aber denen, qui veniunt prenotalis temporibus in criptam gloriosevirginis Marie ecclesie sancti Seboldi Nurenbergensis. Datum ibidem anno domini 1284. Original-Pergament. Siegel abgefallen. Nur noch die weißroten Fäden vorhanden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 9. | Heilsbronn 1284, April 26. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Reinboto von Eichstätt verleiht allen wahrhaft Reumütigen, die nach abgelegter Beichte anden Marienfesten den Marienaltar in cripta monasterii sancti Sebaldi in Nuerenberch in Andachtbesuchen, Ablässe von 40 Tagen von den tödlichen und von 100 von den läßlichen Sünden, die Zustimmungdes Diözesans vorausgesetzt. Datum apud Halsbrvnne anno domini 1284 6. kaln. maji. Original-Pergament mit an grünweißgelber Wollenschnur anhangendem bischöflichem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 10. | Rom 1290. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Erzbischöfe Bonaventura Ragusinus [Ragusa] und Petrus Arborensis [Arborea], die BischöfePetronus Larinensis [Larino], Guilhelmus Dignensis [Digne], Petrus Tirasonensis [Tarazona],Jacobus Treventinus [Trivento], Theobaldus Canensis [Canossa], Guillelmus Callensis [Cagli],Marcellinus Turtibulensis [Tortiboli], Waldebrunus Avellonensis [Avellino], Egidius Urbinas[Urbino], Romanus Crohensis [Croja], Bonus Johannes Esculanus [Ascoli] verleihen allen Christgläubigen,welche wahrhaft reumütig sind, gebeichtet haben und an einem der vielen namentlich genanntenFesttage der Kirche St. Sebald causa devocionis seu peregrinacionis accesserint aut qui ad fabricamseu reparationem, luminaria, ornamenta uel ad alia necessaria dicte ecclesie manus porrexerintadiutrices oder in der letzten Not der Kirche von ihrem Vermögen etwas vermachen, Ablässe von 40 Tagen,die Zustimmung des Diözesans vorausgesetzt. Datum Rome anno domini 1289[XXVIII] pontificatus domini Nicolai pape quarti anno tertio. Original-Pergament. Von den ursprünglich zwölf anhangenden Siegeln das zweite abgefallen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 11. | Rom 1290. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Dieselben Erzbischöfe und Bischöfe ohne Guillelmus Callensis verleihen allen wahrhaft Reumütigenund Beichtenden, welche den Altar der h. Jungfrau Maria in der Krypta und den des h. EvangelistenJohannes unter dem Lettner (sub pulpito) in Andacht besuchen und die Messen an diesen Altären hörenund diese an deren Patronatsfesten in Andacht oder auf der Wallfahrt besuchen usw. (wie in der vorhergehenden Urkunde)den gleichen Ablaß. Datum Rome anno domini 1289[XXVIII] pontificatus domini Nicolai pape quarti anno tertio indictione3a. Original-Pergament mit 13 an rotgelben Seidenschnüren anhangenden, zumTeil nur mehr fragmentarisch erhaltenen Siegeln. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 12. | Ulm 1290. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Incelerius von Budua bestätigt in Vertretung des Bischofs von Bamberg einen von sechsBischöfen zugunsten der Kirche St. Sebald in Nürnberg erteilten Ablaß und gewährt weitere 40 TageAblaß von den schweren und ein Jahr von den läßlichen Sünden allen Christgläubigen, welche reumütigund nach abgelegter Beichte ihre Almosen spenden. Ad ampliorem huius rei certitudinum sigillum nostrum presentibus est appensum. Datum fehlt. Original-Pergament mit abhangendem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 13. | Bamberg 1291 Dezember 13. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Arnold von Bamberg bestätigt sämtliche von katholischen Bischöfen zugunsten der KircheSt. Sebald in Nürnberg erteilten und zu erwartenden Ablässe. Datum Babenberch anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo primo in diebeate Lucie. Original-Pergament mit abhangendem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 14. | Bamberg 1298, Juli 3. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leopold von Bamberg bestätigt alle von Erzbischöfen und Bischöfen zugunsten der KircheSt. Sebald in Nürnberg und des Altares der hl. Katharina in derselben erteilten Ablässe. Presens scriptum super eo dedimus sigilli nostri robore conmunitum. Actum et datumBabenberch anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo VIİI quinto non. julii, pontificatusnostri anno secundo. Original-Pergament mit anhangendem beschädigtem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 15. | Anagni 1299, Oktober. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Bischöfe Landulphus von Brixen, Stephanus von Oppido, Nicolaus von Capri, Nicolaus vonTuribia und Romanus von Croja verleihen allen wahrhaft Reumütigen, welche nach abgelegter Beichte dieKirche des hl. Sebald jährlich an namentlich genannten Festtagen in Andacht besuchen und Almosen spendenuel quomodolibet de bonis ipsorum pro fabrica, luminariis et aliis dicte ecclesie ornamentisdederint uel miserint seu in extremis legaverint, ac omnibus, qui ter orationem dominicamsiue pater noster supra dicte ecclesie cimiterium et pro animabus mortuorum Christi fideliumin eo sepultorum devote dixerint, einen 40tägigen Ablaß. In cuius rei testimonium nostra sigilla duximus presentibus apponenda. Datum Anagnieanno domini millesimo ducentesimo nonagesimo nono mense octobris, pontificatus dominiBonifacii pape octaui anno quinto. Original-Pergament mit den anhangenden Siegeln der sechs Aussteller. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 16. | 1303, Juli 25. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Petrus von Basel verleiht allen wahrhaft Reumütigen, die nach abgelegter Beichte an namentlichgenannten Festtagen am St. Petersaltar im Chor der St. Sebaldkirche das hl. Amt der Messe in Andachthören — ad altare sancti Petri in choro ecclesie sancti Sebaldi missarum officia deuoteaudierint — einen 40tägigen Ablaß. Datum anno domini 1303 octauo kalendis augusti. Original-Pergament mit an rotweißer Seidenschnur anhangendem Siegel des Ausstellers. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 17. | Nürnberg 1307, November 19. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Wulfing von Bamberg bestätigt sämtliche von katholischen Vätern, Patriarchen, Erzbischöfenund Bischöfen zugunsten der Kirche St. Sebald in Nürnberg erteilten Ablässe. Datum Nueremberch anno domini 1307. XIII. kalen. decembr. Original-Pergament mit anhangendem Siegel des Ausstellers. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 18. | Nürnberg 1309, Februar 14. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Vor dem Schultheißen Sigfrid vom Kammerstein und den Schöffen zu Nürnberg verkauft FriedrichHolzschuher, Gotteshauspfleger bei St. Sebald, ein in Nürnberg bei den Fleischbänken gelegenes, der KircheSt. Sebald gehöriges Haus an Herdegen Holzschuher. Ich Sifrit vom Kammerstein, der schultheiz, vnd wir di schepphen der stat zu Nuerembergveriehen vnd tun kunt offenlich an disen briefe, daz fuer vns chom in gericht der ersamman her Friederich Holtschuher, des gotshovs ze sente Sebolt phleger, vnd derzevget, als rechtwas, daz er geheizen wer von den purgern, von dem rate vnd von den schepphen, daz erverkovfen scholt des selben gotshovs gut, swae daz wer, durch des newen powes wegen ansente Sebol[t]s kirchen, daz man den dest baz moecht volbringen an den apseiten. Vnd do erdaz also wol derzevget, do gie dar der selbe her Friederich Holschuher mit gewaltiger hant,als er geheizen was, vnd gab hern Herdegen dem Holschuher vnd sinen erben recht vndredelich ze kovfen daz aigen, daz des gotschovs ze sente Sebolde was, das da ligt vor derbatstuben bi dem fleischpenken an dem ecke, ze rechtem aigen ze habenne ewichlich. Vnddes kovfes sind geladen gezevg her Levpolt Holschuher vnd her Albrecht Ebener. Vnd disagten auch vf ir ait fuer vns in gericht, daz her Friedrich Holschuher hern Herdegen demHolschuher daz vorgenant aigen also ze kovfen hete geben im vnd sinen erben ze rechtemaigen ze habenne ewichlich. Vnd des ze eynem vrkunde, daz sin nicht vergezzen werde vndauch also furbaz stete blibe, so ist geben mit vrteil von gericht dirre brief versigelt mit desschultheizen insigel vnd mit der stat insigel ze Nueremberg, di bede dar an hangent. Dessind gezevg di ersam levte her Otte Muffel, her Heinrich Eisfogel, her Heinrich Holschuher,her Heinrich Wigel vnd ander genvg. Der brief ist geben, do man zalt von gots geburtdrevzehenhundert iar vnd in dem nev[n]ten iare an sente Valentins tag. Original-Pergament mit dem Schultheißensiegel und dem Nürnberger Stadtsiegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 19. | Mainz 1310, Januar 4. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Erzbischof P[etrus] von Mainz verleiht allen wahrhaft Reumütigen, welche nach abgelegter Beichtean namentlich genannten Festtagen die Kirche St. Sebald zu Nürnberg in Andacht besuchen und Almosenspenden, einen 40tägigen Ablaß. Datum Nurenberg anno domini MCCC decimo pridie non. januarii. Original-Pergament mit anhangendem Siegel des Ausstellers. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 20. | Avignon 1324. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Erzbischöfe Guillermus Soltaniensis [Saltania] und Andreas Antisbarensis [Antivari],die Bischöfe Robertus Connerensis [Connor], Guillermus Sagonensis [Sagona], Gregorius Feltrensis[Feltre] et Bellonensis [Belluna], Thomas Ythmarensis [Imeria?], Venutus Cathacensis [Catanzaro],Johannes Rosquillensis [Roeskilde], Nicolaus Dirivascensis [?], Stephanus Lubucensis [Lebus],Franciscus Cenetensis [Ceneda], Franciscus Ravellensis [Ravello], Domnius Cathavensis [Catharensis= Cattaro?] verleihen allen wahrhaft Reumütigen, welche die Kirche St. Sebald an namentlich genanntenFesttagen besuchen oder den Leib Christi und das hl. Öl, wenn es zu den Kranken getragen wird,begleiten oder bei den Exequien und Leichenbegängnissen in der Kirche oder auf dem Kirchhofe zugegensind oder auf dem Sterbebette von ihrem Vermögen der Kirche etwas vermachen oder beim Abendläutenkniefällig dreimal ein Ave Maria beten, necnon qui ad fabricam, luminaria, ornamenta et alia dicteecclesie necessaria manus porrexerint adjutrices, für jedes Mal einen 40tägigen Ablaß. In cuius rei testimonium presentes litteras sigillorum nostrorum iussimus appensionemuniri. Datum et actum Auinione anno a nativitate domini millesimo trecentesimo vicesimoquarto indictione septima, die [Lücke] mensis [Lücke] sanctissimi patris et domini nostriJohannis, diuina prouidencia pape XXij. amen. Original-Pergament. Von den 13 Siegeln nur noch 8 an Seidenschnüren anhangend. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 21. | Rom 1333, März 26. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Bischöfe Jacobus von Metz, Jacobus von Castro, Benedictus sancte Prisce und ThomasLauerienis [Lavaur?] verleihen den gleichen Ablaß unter denselben Voraussetzungen. Datum Rome in palatiis nostris anno domini millesimo trecentesimo tricesimo tertiopontificatus domini Johannis, pape 22., mensis martii die 26., indiccione prima. Original-Pergament. Von den an weißblauen oder weißbraunen Seidenschnüren anhangendenSiegeln die beiden ersten zerbrochen, die andern abgefallen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 22a. | Rom 1336, März 21. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Bischöfe Johannes von Anagni, Jacobus von Castro, Franciscus von Castellana und ThomasLaueriensis [Lavaur?] verleihen auf Bitten des Konrad Cres [Kreß] von Nürnberg den gleichen Ablaß. Datum Rome in palaciis nostris anno domini millesimo 36, mense martii, indictionequarta, pontificatus domini Benedicti 12. pape anno secundo, mensis martii die 21. Mit den anhangenden Siegeln der vier Bischöfe. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 22b. | 1338, März 3. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leopold von Bamberg bestätigt unten an der Urkunde den von den vier Bischöfen erteiltenAblaß. Datum anno domini 1338, feria secunda ante Kunegundis, beate virginis, in quadragesima. Original-Pergament mit den anhangenden Siegeln des Bischofs Leopold von Bamberg und der vierausstellenden Bischöfe, ersteres an einem Pergamentstreifen, die übrigen drei an blaubraunweißen Seidenlitzen.Die drei letzteren stark beschädigt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 23. | 1337, Mai 26. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Bischöfe Alamannus Luanensis, Petrus Calliensis [Cagli], Johannes Bregerensis [obBracharensis = Braga in Spanien?], Andreas Coronensis [Coron], Petrus Montismaranus [Montemarano],Nicholaus Nazariensis [Nazareth], Vincencius Perensis [Perri], Raymundus Cathaniensis[Catania], Sergius Pollensis [Pola], Jacobus de Vallona [Valanea], Bernardus Ganensis [Ganosin Thracien] und Paulus Fulginensis [Foligno] verleihen den gleichen Ablaß unter den fast gleichenVoraussetzungen. Es heißt nach der Anführung der zum Ablaß berechtigenden Feiertage: causa deuocionis,oracionis aut peregrinacionis accesserint, seu qui missis, predicacionibus, matutinis,vesperis aut aliis quibuscumque diuinis officiis ibidem interfuerint aut corpus Christi etc. Datum Avinione 26. die mensis maii anno domini 1337 et pontificatus domini Benedicti,pape XII., anno tertio. Original-Pergament mit an grünen Seidenschnüren anhangenden Siegeln, ursprünglich 12, von denendas erste abgefallen und die übrigen mehr oder weniger beschädigt sind. Durch Randmalereien verziert.Oben in der Mitte Christus mit erhobenen Fingern, links davon Petrus, rechts Paulus, weiter links derhl. Laurentius, Maria mit dem Christuskinde auf dem Arme, neben ihr ein Betender knieend. Die dreiletzten Personen in ganzer Figur. Unter den Betenden am Rande links ein Bischof (Nikolaus?), ebensorechts ein Heiliger mit aufgerafftem Gewande [Johannes Baptista]. Das Ganze in Deckfarben gemalt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 24. | Rom 1343, April 9. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Bischöfe Raymundus von Rieti, Angelus von Viterbo und Toscanella, Jacobus von Castellaciound Jacobus von Nepi verleihen auf Bitten des Nürnberger Bürgers Konrad Cresse den gleichen Ablaßunter den gleichen Voraussetzungen und Bischof Leopold von Bamberg bestätigt denselben. Datum Rome in palatiis nostris anno domini millesimo 343, indictione 11., mensis aprilisdie 9., pontificatus domini Clementis pape VI. anno eius primo. Original-Pergament mit fünf anhangenden Siegeln. Die der ausstellenden Bischöfe an weißbraunenblaugeränderten Seidenborten, das nachträglich angehängte Siegel des Bischofs Leopold von Bamberg aneinem Pergamentstreifen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 25a. | Rom 1343, April 9. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Bischöfe Johannes von Bagnorea, Mannus von Amelia und Nicolaus von Orti verleihen aufBitten des Nürnberger Bürgers Sifrid Schürstab den gleichen Ablaß wie in der Urkunde vom 26. März 1336. Datum Rome in palatiis nostris anno domini millesimo 350, pontificatus domini Clementispape sexti, indictione tertia, mensis [Lücke], anno eius octavo. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 25b. | 1353, August 24. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leopold von Bamberg bestätigt unter obiger Urkunde diesen Ablaß. Datum anno domini millesimo 353 in die sancti Bartholomei apostoli. Original-Pergament mit den an weißbraunen (ursprünglich weißroten) Seidenborten anhangendenSiegeln des Bischofs von Bamberg und der drei italienisnen Bischöfe, von denen das zweite und viertebeschädigt sind. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 26. | Altenburg 1356, Juni 10. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leopold von Bamberg bestätigt alle von Erzbischöfen und Bischöfen zugunsten der KircheSt. Sebald in Nürnberg und des Katharinenaltares in derselben erteilten Ablässe. Actum et datum castro nostro Altenburg anno domini millesimo trecentesimo quinquagesimosexto feria sexta proxima ante festum penthecostes. Original-Pergament mit dem anhangenden Siegel des Ausstellers. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 27. | Altenburg 1358, Februar 23. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leopold von Bamberg verleiht allen wahrhaft Reumütigen, die nach abgelegter Beichte derPfarrkirche St. Sebald in Nürnberg, que reformacione seu reedificacione indiget necnon in libris,calicibus ceterisque ecclesiarum ornamentis defectus manifestos patitur nec ipsi ecclesie prorestauracione predictorum sufficiunt proprie facultates, nisi deuotorum hominum piis subsidiisadiuuetur, ihre Almosen spenden, Liebesgaben darreichen und ihre hilfreiche Hand bieten, 40 Tage Ablaßder schweren und ein Jahr der läßlichen Sünden und verzeiht vota fracta, si ad ea redierint, peccataoblita, si memores fuerint, confiteantur, offensas patrum et matrum, si absque enormi fuerintlesione, juramenta non corporaliter, sed ex animi leuitate prestita. Er befiehlt den Rektoren derKirchen und Kapellen, daß sie den Boten von St. Sebald, der in den Kirchen, Kapellen und den ihnenzustehenden Orten Almosen heischt, treulich bei ihren Untergebenen fördern und nicht einen Teil der Almosenvon ihm erpressen. Datum Altenburch anno domini millesimo trecentesimo quinquagesimo octavo, feriasexta proxima post dominicum inuocavit. Original-Pergament mit dem anhangenden Siegel des Ausstellers. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 28. | Avignon 1360, Mai 3. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Bischöfe Raphahel Archadiensis [Arkadi], Francisus Lapsacensis [Lampsacus], GirardusArrigensis [ob Ariensis, Ario?], Albertinus Surmanensis [Sirmium], Lazarus Botrociensis [Butrinto,Vucindro], Johannes Veglegensis [Veglia], Johannes Agitonensis [Agadonensis = Ardferten (Kerry)in Irland], Andreas Balazensis [Balezo], Petrus Calligencis [Cagliari], Intardus Tartopolensis[Tortiboli], Avancius Sanxensis [?], Johannes Tarmopolensis [ob Termolensis, Termulanus (Termoli)?],Franciscus Huroensis [?], Johannes Curoensis [?], Johannes Carminensis [Carmium], BertoldusCisopolensis [Sizebolu], Augustinus Salubrensis [Soliwri], Philippus Lauadensis [?], RicardusNaturensis [Athyra in Thrazien] verleihen allen wahrhaft Reumütigen, die nach abgelegter Beichte annamentlich angeführten Tagen ergastulum uel altare ibidem, quod est consecratum in honoreomnium animarum sub turri in ecclesia sancti Seboldi in Nurenberch in Andacht besuchen oderan anderen angeführten Gottesdiensten teilnehmen und besondere Gebete und fromme Werke verrichten,necnon, qui ad fabricam dicti ergastuli seu altaris luminaria, libros, calices seu queuis aliaornamenta manus porrexerint adiutrices ac qui eidem ergastulo seu altari aurum, argentumuel aliquid suarum facultatum in suis testamentis uel extra donauerint seu donari procurauerintet qui pro salubro statu domini episcopi Babenbergensis et pro Seyfrido Mavrer, ciuis inNvrenberch, impetratoris seu prouisoris dicti ergastuli, et qui pro animabus vxoris legitimeet liberum suorum et qui pro Vlrico Weylerio presbytero uel qui missam huius uel horascanonicas audierit, qui hanc litteram portauerit et ordinauerit Auinione, einen 40tägigen Ablaßvon den schweren Sünden. Datum Avinione anno domini millesimo trecentesimo sexagesima, tertia die mensis maii,pontificatus domini nostri innocencii, pape sexti anno octavo. Original-Pergament mit 20 anhangenden Siegeln, sämtlich stark beschädigt. Die Urkunde ist aufden Seiten und oben links und unten rechts von Weinlaub mit Trauben umrahmt, eine etwas unbeholfeneaber doch charakteristische Malerei. Die erste Zeile: Uniuersis sancte matris ecclesie in verlängerterSchrift, der Buchstabe N in Uniuersis und die Anfangsbuchstaben S, M, E in roter Farbe ausgeführt, dieInitiale U aber durch eine Maria-Schutz mit den armen Seelen unter ihrem Mantel ausgefüllt. Zwischenden Worten Uniuersis und sancte: der hl. Sebald, nach sancte: der hl. Petrus und nach matris: derhl. Leonhard. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 29. | Altenburg 1360, Mai 6. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leopold von Bamberg gestattet den Umtausch eines Hauses am Friedhof von St. Sebald imEigenbesitz des Egidienklosters gegen ein Haus des Kirchenvermögens St. Sebald bei den Fleischbänken. Datum Altenburch feria quarta proxima post Walpurgis anno domini millesimo tricentesimosexagesimo. Original-Pergament mit anhangendem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 30. | 1360, Dezember 15. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Papst Innozenz VI. verleiht zugunsten der Pfarrkirche St. Sebald, quam venerabilis frater nosterLupoldus, episcopus Bambergensis, et nonnulli comites, barones et nobiles illarum parciumac delecti filii magistri ciuium, consules totaque communitas dicte ville ad honorem dei eteiusdem confessoris de bonis propriis sollenniter construxisse et competenter dotasse.....dicuntur, einen jährlichen Ablaß von einem Jahr und 40 Tagen an namentlich genannten Festtagen. Datum Avinione XVIII. kalendas januarii, pontificatus nostri anno octauo. Original-Pergament mit an gelbroten Seidenfäden anhangender päpstlicher Bulle. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 31. | Altenburg 1362. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Leopold von Bamberg verleiht den wahrhaft Reumütigen und Beichtenden, qui ad novamstructuram parrochialis ecclesie sancti Sebaldi in Nůrenberg suas largiti fuerint elemosinasnecnon eidem caritativa subsidia et manum porrexerint adiutricem quique eciam personaliterlaboraverint in eadem, einen Ablaß von 40 Tagen der schweren und von einem Jahre der läßlichenSünden. Datum Altenburg anno domini 1360 secundo. Original-Pergament mit anhangendem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 32. | Nürnberg 1364, April 30. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Revers des Pfarrers Albert Krauter, den Friedhof von St. Sebald nicht gegen das Rathaus zu erweitern. Nouerint vniuersi presencium inspectores, quod ego Albertus dictus Kravter, plebanusecclesie parrochialis sancti Sebaldi opidi in Nuremberg Bambergensis dyocesis. Licet graciadei ac erogacione elemosine a piis fidelibus et precipue parrochianorum meorum ac aliorumincolarum dicti opidi ecclesia mea prefata aucta sit secundum longitudinem per edificacionemnoui kori, inter quem korum et domum olim Chunradi dicti Zenner, nunc vero JohannisEbner, est quoddam spacium siue planicies empta de bonis ecclesie mee predicte et eidemdebita excepto vno spacio vie publice, que ab antiquo in medio predicte planiciei solita etdebita erat esse, et in eadem planicie cimiterium reuerendi in Christo patris ac domini meidomini... episcopi Bambergensis ac opidanorum sepedicti opidi consensibus accedentibusposset augeri. Tamen quod predicta planicies est satis modica, in quantum pertinet ecclesiemee, et ex opposito est pretorium et domus multe, in quibus continue sunt habitatores honestiet nonnunquam principes, duces, barones et nobiles aduene, quibus horror posset insurgere,si in sepedicta planicie eis tam vicina corpora mortuorum sepelirentur, nomine mei ac ecclesiemee prefate annui et volui ac presentibus ordino et volo, vt eadem planicies adcimiterium non conuertatur nec dedicetur, sed antiquum cimiterium, quo ad istum respectumin suis finibus sit et maneat, donec ego vel alter meus successor et consules opidi antedictialiter duxerint simul ordinandum. Volo tamen, quod sepedicta planicies via publica, que peream transire ad cimiterium debet, excepta, quo ad proprietatem et omnem vsum ac comodum,si quod exinde euenire posset, pertineat, prout de iure debet, ad ecclesiam meamsupradictam. Et hec omnia per reuerendum in Christo patrem ac dominum meum dominumFridericum, dei gracia dignum episcopum ecclesie Bambergensis, desidero et exopto confirmari.In quorum testimonium presentes sigilli mei munimine consignaui. Datum Nuremberganno domini millesimo trecentesimo sexagesimo quarto in vigilia apostolorum beatorumPhylippi et Jacobi. Unten oberhalb des Bugs von anderer Hand, aber ziemlich gleichzeitig: Consimilem litteramhabent ciues sub sigillis pendentibus domini episcopi et plebani. Original-Pergament mit dem anhangenden Siegel des Pfarrers Albert von St. Sebold [Pfarrsiegel]. Stadtarchiv Nürnberg. Abgedr. Städtechroniken. I, 422 ff. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 33. | Bamberg 1370, Juli 3. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bischof Ludwig von Bamberg bestätigt auf Bitte des Berthold Teufel die von dessen Vater Konrad,Bürger zu Nürnberg, gestiftete Pfründe auf dem Marienaltar in der Krypta von St. Sebald zu Nürnberg— quoddam altaris seu prebende beneficium in altari eiusdem beatissime Marie virginis sitoin cripta parrochialis ecclesie sancti Sebaldi — und befreit sie von aller Last weltlicher Gewalt. Datum et actum Bamberge anno domini 1370 feria quarta post diem beatorum Petriet Pauli apostolorum. Original-Pergament. Siegel abgefallen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 34. | Nürnberg 1379, Juni 5. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kardinal Pileus verleiht — cum igitur dilectus in Christo magister fabrice ecclesie sanctiSebaldi Nurembergensis Bambergensis diocesis totaque communitas ibidem ad ipsam ecclesiamNurembergensem specialem gerant deuocionem et affeccionem ipsamque reparare et sustentare,sicut accepimus, intendant, ad cuius perfeccionem eiusdem ecclesie non suppetunt facultatessintque ad hoc Christi fidelium suffragia necessaria et eciam oportuna — allen wahrhaft Reumütigenund Beichtenden, welche die Kirde St. Sebald an besonders genannten Festtagen besuchen undhilfreiche Hand bieten, Ablässe von einem Jahr beziehungsweise von 100 Tagen. Datum Noremberg dicte diocesis nonis junii pontificatus sanctissimi in Christo patriset domini nostri domini Vrbani, divina providencia pape VI., anno secundo. Original-Pergament mit an verblichener (ursprünglich roter) Kordel anhangendem Siegel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 35. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Pau der türn zu sand Sebolt de anno 1481 in annum 1490.[XXIX] Datum Noremberg dicte diocesis nonis junii pontificatus sanctissimi in Christo patriset domini nostri domini Vrbani, divina providencia pape VI., anno secundo. Erhöhung beder türn Sebaldi. Kirchenmaister Sebolt Schreyer, angefangen anno domini1481, volbracht anno domini 1499.[XXX] 1481. Item nach dem als man zalt von Cristi unseres lieben herren geburt vierzehenhundertund im ainundachzigisten jar, in ainem erbern rat verlassen ist, beide türn desgotzhauß der pfarrkirchen zu sand Sebolt zuerhöhen vnd zuverneuen, also und daruff sinddieselben mit gepeuen fürgenommen worden, und wie wol die vor und ee dann SewoltSchreyer zu kirchenmaister gesetzt ist und nemlichen bei Hansen Haller, dazumalen kirchenmaister,zupauen angefengt sind, so ist doch solicher bau durch und bei dem gemeltenSchreyer volbracht und verrechet worden. Demnach hat er zu jüngst den ganzen pau, alsder zu ende kummen ist, zu allen seinem einnemen und ausgeben in ain rechnung gebrachtund gezogen, alles, wie hernach begriffen ist. Und zu denselben zeiten sind oberst hauptleutdiser stat Nurmberg gewesen her Ruprecht Haller, der alt, zu der zeit auch oberster pflegerdes gemelten goczhaus, her Niclas Groß, der alt, und her Gabriel Nüczel. Item demnach und erstlich ist beschriben und verrechnet das einnemen soliches pausin mainung, so hernach volgt: Bl. 10': Summa summarum, das ich uberal eingenommen hab, als davor geschriben stat. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bl. 122': Summa summarum, das ich uberal ausgeben hab, als davor beschriben stet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
S. 124: Item die vorgemelt summa ist ausgeben und verpaut worden in sechs jaren undin jedem derselben jar ausgeben, wie hernach: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Item zuwissen, das die obgemelt verpaut summa der 12.204 lb. novi 4 β 11 hlr. zu goldangeschlagen und 2 lb. novilb 2 β, das ist 8 lb. alt 12 ϑ fur 1 guldin reinisch landswerung,inmassen der guldin rinisch zu den selben zeiten golten hat, gerechet, bringt oder tut5811 gulden rinisch landswerung und 11 β in gold. 1489 wird der südliche Turm neu mit Zinn und Blei gedeckt. Bl. 126': Losungstuben und sunst. Summa summarum, das ich uberal eingenommen hab, als obgeschriben steet, tutnovilb 1406 β 4 hlr. —. Bl. 135': Summa summarum, das ich uberal ausgeben hab, als davor geschriben steet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Item zu wissen, das die obgemelt verpaut summa der 1406 lb. novi 4 hlr. zu gold angeschlagenund 2 lb. novi 1 β 8 hlr., das ist 8 lb. alt 10 ϑ fur 1 guldin r. landswerung, inmassender guldin zu denselben zeiten golten hat, gerechet, bringt und tut 674 guldin rinischlandswerung 19 β 6 hlr. in gold. 1490 Eindecken des nördlichen Turmes. Bl. 136': Losungstuben und sunst: Summa summarum, das ich uberal eingenommen hab, als obgeschriben stet, tutnovilb 312 β 10 hlr. —. Bl. 144': Summa summarum, das ich uberal ausgeben hab, als davor geschriben stet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
umgewandelt in fl. rhein.: 149 fl. 5 β in gold [2 lb. n. 1 β 8 hlr (8 lb. alt 10 d) = 1 fl. rh. Landeswähr.]. 145b: Item so die rechnung mit dem tecken beder turn erschaut werden, so erfindetsich, das Cristof Lilgenweis dem goczhaus am giessen des zins und tecken der türnmit seiner untreu schaden zugefügt hat, nemlich am ersten turn am zin bei oder ob142 guld. rh. und am plei ob 12 fl. r., ut fo. 128 hievor begriffen. Wer an dem andern turn ob 278 fl., ut fo. 138 hievor begriffen. Summa 432 fl. rh.ausserhalb des schadens, so auf die gemelten turn gangen ist, die anderwaid zu decken. Obwohl ihn der Rat im Loch gefangen setzte und mit ernstlicher Frage angriff, benannte er doch nichtmehr als 56 fl. rh. Da man damals von dem großen Schaden keine Kenntnis hatte, wurde er auf Fürbittevon Bamberg und anderen Enden ausgelassen, doch sollte er solchen bekannten Schaden an St. Sebaldund 10 fl. an St. Lorenz ausrichten, wofür sein Vater und Weib Bürge wurden, laut Gerichtsbuch Cons.D. fol. 285 (auch an dieser Stelle eingetragen). Sabbato post Francisci anno 86. Item und als aber der obgemelt Lilgenweis gehort und vermerkt hat, daß der erstturn anderwaid zudecken maister Ulrichen Hubner von Bamberg verlassen und im entwertworden was, hat er sich vor und ee man den abgedeckt hat, von hinnen getan, villeichtaus ursachen, das er sich besorgt hat, so man sein untreu dermaß und so groß erfindenwurd, er mochte wider angenommen und nach seinem verdienen gefertigt werden. 146b: Suma was der ganz pau cost hat. Die Seiten 146b-149b enthalten nur Zusammenstellungen der vorerwähnten Einnahmen undAusgaben. Kgl. Kreisarchiv Nürnberg. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 36. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bedenken, welcher gestalt der chor und umbgang uf sant Sebalds kirchen möcht zupessern sein. Actum den 27. maij 1561. Kgl. Kreisarchiv Nürnberg. Abgedruckt in den Mitteilungen des Vereines für Geschichte der StadtNürnberg, VIII, 246 ff., wo auch noch zwei einschlägige Ratsverlässe und der kurze Bericht aus den Annalendes Ratschreibers Johannes Müllner wiedergegeben sind. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 37. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Acta die Sebalder-Kirch-Thurn-Reparatur betr. Von a: 1769 in 1770. 25. März 1768: Relation über den Befund des schadhafften Thurns an der St. SebaldsKirch. Besichtigung des Turmes am 23. März 1768 durch Scholarch Paul Karl Welser mit dem StadtalmosenamtspflegerVolckamer, Bauinspektor Stettner und Almosenamtszimmermeister Schwammbach. DerDachstuhl des Helmes war, sowohl „Geschwölle“ wie „Legsparren“ zum großen Teil zusammengefault. Das Waldamt Laurentii und das Sebaldi werden vom Stadtalmosenamt ersucht um | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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1769 Mai 24.: Das Stadtalmosenamt ersucht: Das löbl: Rugs Amt wird hiemit höfl. requirirt, denen Geschwornen der Flaschnerprofessionzu intimiren, daß von denen auf der Herberg ankommenden und Arbeit suchendenGesellen dem Flaschner Grübel Meldung getan werde, um einen tüchtigen Pursch, derzu der Sebalder-Kirch-Thurn-Reparatur zu gebrauchen ist, aussuchen zu können. 1769 Juli 19. schießt das Landalmosenamt 1000 fl. vor. 1769 November 7. schießt das Landalmosenamt 1500 fl. vor. Vom Dezemzer 1769 liegt eine Liste vor, enthaltend die Berechnung der bisherigen Kosten und einVerzeichnis des verwendeten Baumaterials: Berechnung des Sebalder Kirchthurmsbaues vom 24. Octobris 1768 biß 2. Dec. 1769, sowohl was anTaglohn und Meisterconti, als auch an Baumaterialien ausgeleget und verbraucht worden ist. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Verzeichnus An Eichen-Holz An weichen Holz An Eisen und Nägeln In diesem Verzeichnis sind die Preise nicht eingesetzt. Die vorhandenen Mittel von 2500 fl. reichten so nicht aus. Allein das Stadtalmosenamt hatte selbstnichts, und so wandte es sich durch das Losungsamt an derer Herren Aeltern HochwohlgebornenHerrlichkeiten am 27. Dezember 1769 und legte die oben stehende Liste bei. An dem langsamen Gangeder Arbeit sei die Witterung und die viele Zeit erforderliche schwere und vierfache Zusammenfügungder Blatten schuld. Die gänzliche Blattenzuschlagung müßte bis künftiges Frühjahr hinausgeschobenwerden. Bis jetzt müßten noch 1086 fl. 46 kr. 2 ϑ nachbezahlt werden und für die Vollendungder Arbeit einschließlich von etwa 10 bis 11 Zentner erforderlichen Zinnes wäre noch ein Kapital von2000 fl. nötig. Dieser Vorschuß könnte vielleicht dem Land Almosamt oder denen sämtlich geistlichenAemtern per repartitionem abgereichet werden. Die vorgeschlagene Repartition wurde durch Ratsverlaß vom 9. Januar 1770 genehmigt. Repartitio | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Losungamt den 18. Januar 1770 Städt. Archiv Nürnbeg. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Fußnoten:
[XXV] Siehe im übrigen den Schluß der Vorrede.
[XXVI] Statt: in parrochiali ecclesia.