[4] Vgl. Otto Schulz, Die romanischen Bauteile von St. Sebald und ihre Instandsetzung, in der Zeitschrift für Bauwesen, Berlin 1908, S. 529 f., sowie bezüglich der während der letzten Restaurierung gemachten baugeschichtlichen Feststellungen: Derselbe, Die Wiederherstellung der St. Sebaldkirche in Nürnberg 1888–1905 in den Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg. 1905.

[5] Anderweitiger Schmuck war nur spärlich vertreten. Im Mauerwerk des jetzigen Ostchors befinden sich Steine, welche vom romanischen Bau stammen. Dieselben zeigen den Zahnschnitt. Ein auf dem Dachboden gefundener, jetzt im Lapidarium (ehem. Westkrypta) aufbewahrter Stein hat Flechtwerk.

[6] Für den nachträglichen Anbau der beiden Portale an die Turmhallen hat Prof. Schmitz nachfolgende Gründe geltend gemacht: 1. Das Mauerwerk der Portale hat einen auffallend weiten Vorsprung vor die Mauerflucht der Türme. 2. Der Steinverband zeigt, daß ein organischer Zusammenhang zwischen dem Mauerwerk der Portale und dem der Türme nicht besteht. 3. Das südliche Portal steht nicht in der Achse des alten Seitenschiffes. 4. Die Segmentbögen über den Türöffnungen im Innern haben dieselbe Form wie die der Portale an den gotischen Seitenschiffen. 5. Die Steinquadern der Dachschrägen der Portale haben sich bei der Abnahme anläßlich der jetzigen Restaurierung als auf allen Seiten sauber behauen erwiesen, was nur damit erklärt werden kann, daß sie von einem anderen Bau herrühren. 6. Die Bogenquadern zeigen an den Fugenkanten Beschädigungen, welche nicht auf Verwitterung, sondern auf einen stattgehabten Abbruch oder Transport deuten. 7. Die Profilierung des Dachgesimses ist gotisch. 8. Die Risse im Mauerwerk über den Segmentbögen weisen auf ein späteres Einsetzen der Portale hin.

[7] Weese, Die Bamberger Domskulpturen, Straßburg i. E. 1897, S. 3 ff., und derselbe in der geschichtlichen Einleitung zu Aufleger, Der Dom zu Bamberg, München 1898, hat das einschlägige Urkundenmaterial in der Hauptsache zusammengestellt.

[8][8] Näheres bei B. Riehl, Kunsthistorische Wanderungen durch Bayern, Bayerisch-Schwaben, Franken und die Pfalz, München und Leipzig 1888, S. 50 ff., S. 65 ff. und S. 147 f., und bei Dehio und Bezold, Die kirchliche Baukunst des Abendlandes, Stuttgart 1892, Bd. I, S. 176 ff.

[9] Bei den doppelchörigen Anlagen mit westlichem Querschiff, wie sie den vorhin erwähnten Bauten, den Domen von Mainz und Worms einerseits, dem Augsburger Dom, St. Emmeram und Obermünster zu Regensburg und dem Dom zu Bamberg andererseits, eigen sind, war der Westchor fast regelmäßig dem hl. Petrus geweiht. Bezüglich der Sage des hl. Sebald siehe die ausführliche Wiedergabe der Legende bei Reicke, Geschichte der Reichsstadt Nürnberg, Nürnberg 1896, S. 20 ff.

[10] Die Kleeblattblendbögen unter den Ostchorfenstern und an den Ostchorschranken des Bamberger Domes bleiben hier außer Betracht, da sie einer viel früheren Zeit, nämlich dem Bau von 1186–1201, angehören.

[11] Die Maße sind selbstverständlich abgerundet. Genau betragen dieselben in Metern ausgedrückt bei Bamberg 24,8 : 12,6 und bei Nürnberg 19,75 : 7.

[12] Dehio und Bezold, a. a. O. 1, 517 ff.