[13] Siehe Städtechroniken: Nürnberg, Bd. I, S. 320. Verschiedene Angaben über die Geschichte des Klosters Ebrach beruhen auf freundlicher Mitteilung seitens des kgl. protestantischen Pfarrers am Zuchthause Ebrach, Herrn Dr. Jäger, welcher inzwischen seine Forschungen über das Kloster in einer umfassenden Arbeit niedergelegt hat: Die Klosterkirche zu Ebrach. Ein kunst- und kulturgeschichtliches Denkmal aus der Blütezeit des Zisterzienserordens. Von Dr. Johannes Jäger. Würzburg 1903, Stahelsche Verlagsanstalt.

[14] Hier muß wiederholt betont werden, daß die Blendarkaden im Bamberger Ost- oder Georgenchor nichts mit denen in Ebrach zu tun haben, da sie einer früheren Zeit angehören. Es ist somit irrig, wenn Weese, Bamberger Domskulpturen, S. 10, sagt, das Innere des Georgenchores bilde mit der Michaelskapelle eine Gruppe, in der durchgehende Züge nicht zu verkennen seien. Es soll damit nicht bestritten werden, daß die ersten Kleeblattblendbögen in Bamberg von Zisterziensern vermittelt wurden, nur war eben nicht das Ebracher Kloster der Ausgangspunkt.

[15] So M. M. Mayer, a. a. O. S. 5. Nach ihm hätte Friedrich Holzschuher etliche Zinse, von der Kirche an seinen Vater Herdegen Holzschuher verkauft, um die baufällige Kirche — die eine (vielleicht nördliche) Seite war baufällig geworden — mit dem Erlös wieder herstellen zu lassen. Auch Baader, Beiträge, I, 50, sagt, 1309 hätte eine der beiden Abseiten einzufallen gedroht, allein ein edler Bürger, Friedrich Holzschuher, hätte sich mehrerer Güter entäußert und mit dem gelösten Geld den Baufall gewendet. Baader weiß also nicht einmal, daß Friedrich Holzschuher Pfleger bei St. Sebald war und daß er ein Haus, dessen Besitzerin die Kirche war, als Gotteshauspfleger verkaufte. Baader und Mayer scheinen auf die gleiche Quelle, etwa auf eine Chronik, zurückzugehen, da beide von der Baufälllgkeit nur eines Seitenschiffes wissen. Rée, Nürnberg (in den Berühmten Kunststätten, Nr. 5), 3. Aufl. 1907, S. 39 ff. gibt bereits richtig die engen Raumverhältnisse als Grund für den Umbau an.

[16] Siehe Mummenhoff, Altnürnberg (Bayerische Bibliothek, Bd. 22). Bamberg 1890. S. 71 ff.

[17] Vgl. M. von Kramer, Die Umbauten am nördlichen Seitenschiff der Sebalduskirche zu Nürnberg. In der Zeitschrift für Geschichte der Architektur, III. Jahrgang (1909), S. 35 ff.

[18] Städtechroniken, Bd. I, Einleitung; auch für das Folgende.

[19] Mummenhoff, Altnürnberg, Bamberg 1890.

[20] Ablaßurkunde des Bischofs Leopold von Bamberg vom 23. Februar 1358 (nicht 16. Februar, wie in den Städtechroniken, Bd. I, Beil. II, zitiert wird) im K. Bayer. Allgem. Reichsarchiv, St. Sebald Nr. 79: „… (ecclesia) que reformacione seu reedificacione indiget necnon in libris, calicibus ceterisque ecclesiarum ornamentis defectus manifestos patitur nec ipsi ecclesie pro restauracione predictorum sufficiunt proprie facultates …“ — Ablaßurkunde des Bischofs Leopold von Bamberg vom 21. September 1358 im Reichsarchiv, St. Sebald Nr. 82: „… Cum igitur, sicut accepimus, parrochialis ecclesia sancti Sebaldi predicta in edificiis et aliis ornamentis ecclesiasticis defectus notabiles patiatur nec eidem pro restauracione predictorum proprie sufficiunt facultates …“

[21] Bischof Leopold von Bamberg gestattet den Umtausch. Urkunde im Reichsarchiv, St. Sebald Nr. 96 vom 6. Mai 1360.