Der Petrusaltar. Im Ostchor an der Wand hinter dem Hauptaltar. Flügelaltar aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts (Abb. [53], [54]).
Im Schrein fünf Holzfiguren, nämlich die lebensgroße Gestalt des thronenden Petrus, zu beiden Seiten zwei Engel und über seinem Haupte zwei schwebende Engel, welche wahrscheinlich die Tiara trugen. Farbig gefaßt. Ein durchbrochenes reiches Stabwerk als Baldachin schließt den Schrein oben ab. An dem feststehenden und an dem beweglichen Flügelpaar zusammen in Tempera zwölf Szenen aus dem Leben des hl. Petrus, Gemälde aus der Schule des Wolgemut.
Die Türen der Predella, ursprünglich wohl mit Gemälden geschmückt, fehlen und sind durch einfache Brettertüren ersetzt. Schon 1572 fand eine Restaurierung des Altares statt. In seinem jetzigen Zustande geht er auf die Restaurierung durch Konservator Andreas Mayer in Augsburg zurück.
Abb. 60. Halleraltar (geschlossen).
Ein Gemälde auf Holz mit den Donatoren, dabei die Wappen der Topler, Haller u. a., früher an der Vorderseite der Mensa, ist jetzt an der Wand des nördlichen Seitenschiffes neben dem Turm angebracht. Eine an der rechten Seite der steinernen Mensa mit Eisen beschlagene alte Holztüre und der Raum, zu dem sie führt, läßt auf eine frühere Aufbewahrung von größeren Reliquien, eines Heiligenschreines oder dergleichen schließen.
Ein Wandgemälde mit Darstellungen aus der Apostelgeschichte, um 1400 (Abb. [106]), fand sich bei der letzten Wiederherstellung der Kirche hinter dem Petrusaltar und ließ sich an eine Wand des südlichen Chorumganges übertragen. Vergleiche über das Bild Gebhardt, Die Anfänge der Tafelmalerei in Nürnberg, S. 14 und 20.
Der Katharinen- oder Löffelholzaltar (Abb. [43], [58], [59]). Im Westchor. Schrein und Predella um 1453, das übrige des Aufbaues im Empirestil vom Ende des 18. Jahrhunderts.