Als dann abends der Rosenmond aufglänzte, wurde in einem großen, herrlichen Parke vor der Stadt ein Fest zu Ehren der fremden Gäste gehalten.
Die ganze Stadt, jung und alt, beteiligte sich daran.
Während des köstlichen Gastmahls hielt der Fürst eine Ansprache, in welcher er die Bedeutung des Ereignisses hervorhob, daß zum erstenmale ein Verkehr und freundschaftliche Beziehungen zwischen den Bewohnern entfernter Planeten angebahnt worden seien. Er rühmte das Genie dieser Erdenbürger, die solches zustande gebracht, ihren Mut, der das Unerhörte gewagt habe, und die göttliche Güte, die sie beschützte und geleitete auf einer Fahrt durch unendliche Welträume.
Heinz, als derjenige, der allein die Sprache Edens bereits vollkommen beherrschte, erwiderte in glänzender Rede, und Gabokol und die Seinen, vor allem Heliastra, bewunderten die Gewandtheit seiner Ausführungen und den Glanz seiner Bilder, sowie den edlen Flug seiner Phantasie und den Geist seiner Gedanken.
Sie waren ordentlich stolz auf ihre Gäste, und als jubelnder Beifall den jungen Redner lohnte, erhob sich Heliastra begeistert und mit tränenschimmernden Augen und drückte einen Kuß ihrer Rosenlippen auf des Freundes Mund, das höchste Zeichen der Anerkennung, das ein Edenite zu spenden vermochte.
Der erneute Beifall und Jubel, der dieser Tat folgte, zeigte deutlich, daß das ganze Volk sich dieser Huldigung anschloß.
Heinz fühlte sich wie im Traum, umflossen von rosigem Mondlicht, geehrt und beglückt durch die Anerkennung von Wesen, die er mit Recht für hoch über sich stehend ansah, vor allem aber durch die verwirrende Gunstbezeugung des holdseligsten aller Geschöpfe, saß er da, wie verklärt.
Heliastra las ihm die Gedanken aus den Augen und nahm ihn bei der Hand.
„Komm!“ sagte sie, „wir wollen eine Weile die Einsamkeit aufsuchen, ich sehe, deine Seele verlangt nach Stille.“
Heinz ließ sich von ihr führen.