In der Tat zeigten sich dort ausgedehnte Flecken von hellgrüner und gelblicher Färbung.
„Sollte da am Ende dennoch Pflanzenwuchs vorhanden sein?“ wagte Heinz zu vermuten.
„Achtung, meine Herren!“ rief jetzt der Lord: „Wir werden nun einen Anblick bekommen, den kein irdisches Auge noch genossen hat. Bekanntlich kehrt der Mond der Erde stets nur ein und dieselbe Seite zu, weil er sich genau in der gleichen Zeit um seine Axe wie um die Erde dreht. Nur infolge seiner Libration, das heißt seiner geringen Axenschwankung, sehen wir bald auf der einen, bald auf der andern Seite einen kleinen Teil der von uns abgekehrten Hälfte.
Nun ist der Moment gekommen, wo wir am Erdtrabanten vorbeifliegen und seine rätselhafte Rückseite zu Gesicht bekommen werden, und zwar aus verhältnismäßiger Nähe; denn wir sind ihm bis auf 10000 Kilometer nahegekommen, während er 400000 Kilometer von der Erde entfernt ist.“
Alle waren aufs höchste gespannt auf den Anblick, den die geheimnisvolle Rückseite des Mondes ihnen gewähren würde, obgleich Schultze meinte, sie werde nicht viel verschieden sein von dem, was man bisher geschaut.
Zur Beobachtung mußte ein andres Zimmer aufgesucht werden, da infolge der Umdrehung der Sannah der Mond für das Zimmer, in welchem sich die Gesellschaft befand, gerade unterging.
Der Lord beschloß, sich dem Monde noch weiter zu nähern, damit alle Einzelheiten der zu erwartenden Erscheinungen mit voller Deutlichkeit beobachtet werden könnten. Er stellte daher den Zentrifugalstrom ab und mit rasender Geschwindigkeit stürzte die Sannah dem Monde zu.
Das nächste, was entdeckt wurde, war die Fortsetzung der farbigen Flecke, die sich durch das Teleskop nun deutlich als grüne Matten und dürre Grassteppen erkennen ließen.
„Was ist das?“ rief Lady Flitmore auf einmal erschreckt aus.
Durch das Fenster fiel ein leuchtender Schein.