„Nein, nein!“ rief Heinz schmerzlich: „Gott weiß, wie mir das Herz blutet, wenn ich von dir scheiden soll; aber hier bist du glücklich und glücklich sollst du bleiben und nie in die Welt der Leiden kommen. Gerne will ich mich mein Leben lang in Sehnsucht nach Dir verzehren, wenn ich dich nur glücklich weiß!“

„So sehr hast du mich lieb?“ fragte Heliastra und ihre Himmelsaugen leuchteten ihn an.

„Ja, über alles bist du mir wert: nie werde ich dich vergessen!“

„Und meinst du, ich werde noch glücklich sein, wenn du nicht mehr bei mir bist? Mein Glück ist fortan auf eurer Erde, dort laßt es mich finden. Oder ist es unmöglich, daß ich deine Gattin werden könnte?“

„Du! Meine Gattin? Du wolltest aus deinen Sternenhöhen herabsteigen, mich armseligen Erdensohn unaussprechlich glücklich zu machen? Aber nein! Es darf ja nicht sein!“

„Ich sehe wohl, wie es steht,“ sagte nun Gabokol wieder, „und ich sehe, was Gottes Wille ist. Ja, Gott fordert von uns ein Opfer, das er noch von keinem auf unserem Planeten gefordert hat. Heliastra, du willst uns den Schmerz fühlen lehren, der uns bisher unbekannt gewesen! Aber sollte Gott nicht alles von uns fordern dürfen, dem wir alles verdanken? Die sich lieben, sollen mit einander verbunden bleiben, das ist der höchste Gotteswille. Und wenn es uns auch schmerzt, wie wollten wir solch unerhörten Frevel begehen, wider Gottes Willen zu handeln?“

„Gabokol hat recht,“ sagte Bleodila mit Tränen in den Augen. „Eure Ankunft und euer Hiersein war uns Freude; euer Scheiden bringt uns Schmerz, größeren als wir je geahnt! Wußten wir denn, was Schmerz ist, denen auch das Scheiden im Tod nur ein Vorausgehen in die höhere Seligkeit bedeutet? Nun, so sei uns Heliastra, so jung sie ist, als eine in die Seligkeit Vorangegangene. Willst du sie haben zu deinem Weib, junger Freund, so dürfen wir sie nicht zurückhalten.“

Heinz wußte nicht, wie ihm war, als er seine Arme ausbreitete und die leichte Elfengestalt sich an ihn schmiegte.

„So willst du immer bei mir bleiben?“ flüsterte er, sie zaghaft küssend.

„Immer bei dir!“ sagte sie mit heller Glockenstimme und strahlte ihn warm an.