A.

Die Verführungen, die von diesem Begriff ausgehen, sind dreierlei Art:

a) eine unbekannte Welt: – wir sind Abenteurer, neugierig, – das Bekannte scheint uns müde zu machen (– die Gefahr des Begriffs liegt darin, uns „diese“ Welt als bekannt zu insinuieren....);

b) eine andre Welt, wo es anders ist: – es rechnet etwas in uns nach, unsre stille Ergebung, unser Schweigen verlieren dabei ihren Wert, – vielleicht wird alles gut, wir haben nicht umsonst gehofft.... Die Welt, wo es anders, wo wir selbst – wer weiß? – anders sind....

c) eine wahre Welt: – das ist der wunderlichste Streich und Angriff, der auf uns gemacht wird; es ist so vieles an das Wort „wahr“ ankrustiert, unwillkürlich machen wir's auch der „wahren Welt“ zum Geschenk: die wahre Welt muß auch eine wahrhaftige sein, eine solche, die uns nicht betrügt, nicht zu Narren hat: an sie glauben ist beinahe glauben müssen (– aus Anstand, wie es unter zutrauenswürdigen Wesen geschieht –).

Der Begriff „die unbekannte Welt“ insinuiert uns diese Welt als „bekannt“ (als langweilig –);

der Begriff „die andre Welt“ insinuiert, als ob die Welt anders sein könnte, – hebt die Notwendigkeit und das Fatum auf (– unnütz, sich zu ergeben, sich anzupassen –);

der Begriff „die wahre Welt“ insinuiert diese Welt als eine unwahrhaftige, betrügerische, unredliche, unechte, unwesentliche, – und folglich auch nicht unserm Nutzen zugetane Welt (– unratsam, sich ihr anzupassen; besser: ihr widerstreben).

Wir entziehen uns also in dreierlei Weise „dieser“ Welt:

a) mit unsrer Neugierde, – wie als ob der interessantere Teil wo anders wäre;