In summa: die Welt x könnte in jedem Sinne langweiliger, unmenschlicher und unwürdiger sein als diese Welt.
Es stünde anders, wenn behauptet würde, es gebe x Welten, das heißt jede mögliche Welt noch außer dieser. Aber das ist nie behauptet worden....
C.
Problem: warum die Vorstellung von der andern Welt immer zum Nachteil, respektive zur Kritik „dieser“ Welt ausgefallen ist, – worauf das weist? –
Nämlich: ein Volk, das auf sich stolz ist, das im Aufgange des Lebens ist, denkt das Anderssein immer als Niedriger-, Wertlosersein; es betrachtet die fremde, die unbekannte Welt als seinen Feind, als seinen Gegensatz, es fühlt sich ohne Neugierde, in voller Ablehnung gegen das Fremde.... Ein Volk würde nicht zugeben, daß ein anderes Volk das „wahre Volk“ wäre....
Schon, daß ein solches Unterscheiden möglich ist, – daß man diese Welt für die „scheinbare“ und jene für die „wahre“ nimmt, ist symptomatisch.
Die Entstehungsherde der Vorstellung „andre Welt“:
der Philosoph, der eine Vernunftwelt erfindet, wo die Vernunft und die logischen Funktionen adäquat sind: – daher stammt die „wahre“ Welt;
der religiöse Mensch, der eine „göttliche Welt“ erfindet: – daher stammt die „entnatürlichte, widernatürliche“ Welt;
der moralische Mensch, der eine „freie Welt“ fingiert: – daher stammt die „gute, vollkommene, gerechte, heilige“ Welt.