»Jetzt kommt aber ne Porzellanfuhre.«

Die Gäste drängten sich an der Türe, um zu sehen, was es gäbe.

Der feine Bernhard kam angefahren. Aus seinem Wagen drang ein wüster Spektakel, Lärm und Johlen. Angetrunkene Stimmen sangen: »Nach der Heimat möcht ich wieder«. Aus den Wagenfenstern hingen verschiedene Beine heraus. Bernhard riß den vollgepfropften Wagen auf und warf seine Kumpane dem Wirt in die Arme. Mit dem abgebrochenen Peitschenstiel schlug er drinnen auf den Tisch, daß die Gläser zu tanzen anfingen und umfielen, schlug zu einem lustigen Lied krachend auf einen Stuhlsitz, hüpfte herum und schrie juhu.

Der Tumult wollte kein Ende nehmen. Er hatte gewettet, die Ecke eines Biertisches mit der Faust abzuschlagen. Krachend fielen die Schläge der geballten Hand. Die Ecke wollte nicht weichen. Er warf seinen Mantel fort und schlug weiter, vor Wut schäumend. Von seiner Faust tropfte das Blut auf den Tisch. Bis sich der Wirt ins Mittel legte.

Er müsse die Ecke erst abhauen, brüllte er. Fluchend und schimpfend wurde er hinausgeführt. Alles, was in seine Droschke hinein wollte und hinein ging, kam mit. So ging es von Kneipe zu Kneipe. Der feine Bernhard zahlte alles. Immer gefolgt von einem Schwarm wechselnder Anhänger. Drei Tage und drei Nächte währte das Treiben.

Allein und verlassen langte er auf seinem Hofe an. Mühsam kletterte er vom Bock, taumelte und stolperte in seine Bude und warf sich, so wie er war, auf das Bett.

Die Bauern aus dem angrenzenden Gasthause fanden früh, als sie zum Markte gingen, den kopfhängenden Braunen noch auf dem Hofe stehen. Sie führten ihn in den Stall und fütterten ihn mit Brotrinden und Abfällen ihrer Grünwaren.


Der feine Bernhard ist jetzt Dienstmann.