Mit Mütze und blauer Bluse sitzt er auf dem niedrigen Sockel des Bahnhofgitters. Eine Droschkenhaltestelle ist dort. Wie riesige Ungetüme in ihren dicken verwitterten Pelzen, stehen Droschkenkutscher und Dienstmänner mit gebeugten Rücken und grauen zerzausten Vollbärten um ihn herum und in der Nähe.

Sie sprechen von den Autos und den Messengerboys.

Manchmal schlägt ihm einer auf die Schulter und sagt wie zur Bekräftigung:

»Nich wahr, Bernhard, so isses –?«

Da öffnet er die stets halbgeschlossenen Augenlider wie weltvergessen, hängt die kurze Pfeife aus der Zahnlücke und über sein gelbes knochiges Gesicht zuckt es wie vorüberhuschendes Lachen: »Ich bin der feine Bernhard – wehe wenn du's nich gloobst! Ich bin der feinste Mann von Eiropa. Habt ihr ne Ahnung – –.«


Der wilde Max erzählt …

Stand die kleine Gruppe Dienstmänner an der Straßenecke, vor dem rechten Ladenfenster, so daß man ihre vom Alter und Lastenschleppen gebeugten Rücken lange Zeit fast unbeweglich sah, so wußten es die Eingeweihten: der wilde Max erzählt …