Als sie alles beieinander hatte, breitete sie beide Hände aus, machte lächelnd eine kleine Verbeugung und ging stumm hinaus. Ich war dankend aufgestanden.

In der Tür aber besann sie sich, kehrte noch einmal zurück, trat vor mich hin und sah mir abermals mit ihrem fragevollen tiefen Blicke in die Augen. Dann schüttelte sie leise den Kopf, als verstünde sie etwas nicht, und sprach ein einziges kleines Wort, das gleich einer winzigen Melodie erklang, mir aber unverständlich blieb.

Ich zuckte höflich bedauernd die Schultern. Sie lachte fröhlich, zeigte mit beiden Händen auf sich, verneigte sich ein wenig und wiederholte: „Irid“. Dann wies sie fragend mit dem Finger auf mich.

Ich verstand. Es war ihr Name. Und sie wollte den meinen wissen. Ich nannte ihn und kopierte dazu ihre Bewegungen: „Markus“.

Ich mußte das Wort noch einmal wiederholen. Dann sprach sie es mit ihrer melodienreichen Stimme lachend nach, nickte mir zu und ging, den Vorhang hinter sich schließend, hinaus. –

Nun ich allein war, begann ich mich in meiner traumhaften Lage einzurichten. Ich hüllte mich in das weite Tuch, stellte beim Betrachten der appetitlichen Mahlzeit fest, daß ich erheblichen Hunger verspüre, und griff wacker zu.

Der goldene Wein erwies sich als süß und schwer. Er tat meinem abgekühlten Körper ungemein wohl.

Ich wurde warm, lauschte den leisen Geräuschen, die gelegentlich von unten herauf tönten, und sehnte mich nach meiner Wirtin.

Irid! Fremd und sonderbar klingt dein Name. Ich muß ihn laut aussprechen. Irid. Er tönt meinem Ohre wohl.