Spräche ich deine Sprache, ich wollte dir sagen, daß ich dich liebe, Irid! Ich liebe auch deinen Namen, Irid!
Erna Maria sei vergessen und versunken!
Erna Maria? Ich tat zum ersten Male seit dem Erwachen im See, was ich längst hätte tun sollen: ich dachte nach.
Was war geschehen? Wo war ich? Vor Erna Maria war ich geflohen. Vor der Erkenntnis, daß meine Liebe diese Frau kalt ließ, sobald meine suggestive Willenskraft nicht auf sie wirkte.
Beim Förster auf dem Berge hatte ich geschlafen. Halt! Da war es: die Nebelspirale der Andromeda!
Mein Wunsch, auf einen Planeten jener Andromedawelt zu gelangen, meine gewaltige Willensanstrengung und meine Transfiguration, deren Beginn ich noch mit wachen Sinnen erlebt hatte!
Es war gelungen. Es gab keinen Zweifel: ich befand mich auf einem Planeten irgendeines Sonnensystems im Nebel der Andromeda!
Meine Gedanken begannen sich ob der Furchtbarkeit dieser Erkenntnis aufzulösen. Der süße Wein und der verwirrende Eindruck des unbeschreiblich köstlichen Empfanges – Irid! Irid! – taten das Ihre. Chaotisch türmten und überstürzten sich die Dinge in meinem Hirn und ich geriet in einen ekstatisch-fieberhaften Zustand, von dem eine Schilderung zu geben meiner Erinnerung heute wohl nur dürftig gelingen wird:
Ich prüfte mich ratlos und voll Unruhe, ob ich wache oder etwa träume. Ich kniff mir in die Glieder, ich sprang auf, ging umher, ich aß hastig, ich trank, ich trank sogar ziemlich viel, aber ohne Zweifel: nie bin ich mehr wach gewesen als jetzt!
Ich delirierte weiter: Zwar glaube ich meine Natur so weit zu kennen, daß ich sagen kann: ich bin wach. Aber ist nicht all unser Naturerkennen nur das Surrogat einer Erklärung?