Das Verhältnis der Menschen untereinander begann sich ganz natürlich nach Neigung und Fähigkeiten zu regeln.
Wer das Bedürfnis verspürte, als freier Mann oder als freies Weib in Sold zu stehen, oder wer nicht die Fähigkeiten fühlte, auf eigenen Füßen in der Welt zu leben, trat in eines anderen Dienst, ohne daß der andere Gewalt über ihn erlangte.
Die großen Menschheitsorganisationen, die Schichtungen, die wagerechten der Besitzenden und Besitzlosen sowohl wie die senkrechten der Völker, lösten sich ineinander auf.
Die Menschen, weit auseinander hausend, schlossen sich zu freiwilligen Wohnkreisen zusammen. Männer und Frauen fanden sich, die gemeinsamen wirtschaftlichen Dinge, wie Produktionsaustausch, Post, Hygiene und ähnliche Notwendigkeiten zu besorgen. Die Wissenschaft schuf sich selbst ihre eigenen Institutionen.
Niemals wieder aber bekam die Organisation Gewalt über irgendeinen der Einzelmenschen. Sie hing nicht mehr über den Köpfen der Organisierten, sondern lag unter ihren Sohlen.
Morgenröte war aufgegangen am Menschheitshimmel. –
Aber noch stand nicht die Sonne letzten Friedens am Himmel. Noch immer gab es Ruhestörer. Wenn auch ihre Zahl gering war, so bedurfte es doch noch der Gesetze und ihrer Güter. Noch fehlten zwei Stufen zum vollen Werke der Menschheits-Vergeistigung.
Jahrtausende des Suchens, Forschens und Erkennens lagen wieder zwischen jeder dieser Stufen.
Die erste war die Erkenntnis der Psyche des anderen.
Die Arbeit begann mit der Bloßlegung der Funktionen des Denkens, welch’ letzterer Beschäftigung man bisher wohl mit intensivster Hingabe, aber doch ohne irgendeine Kenntnis ihrer Elemente obgelegen hatte.