Das Weib sprang, da sie mich die Augen öffnen sah, hoch, kreischte, anscheinend freudig erregt, auf, und begann eilig mir irgendwelche Nahrung einzuflößen. Bei dieser Prozedur fiel ich wieder in Ohnmacht.
Als ich abermals erwachte, war Nacht umher. Ich vermochte vor Schmerzen kaum meine Gedanken zu sammeln, griff aber doch um mich, um Irid zu fassen. Ich fand sie nicht und rief ihren Namen. Ein Stöhnen nur mag es gewesen sein.
Jemand in meiner Nähe rührte sich, und eine grunzende Männerstimme ließ sich vernehmen. Dann wieder erlöste mich die barmherzige Bewußtlosigkeit.
So bin ich tagelang zwischen Leben und Gestorbensein hin und her gezogen worden, bis eines Morgens mein Zustand sich so weit gebessert hatte, daß mir nicht sofort nach dem Erwachen wieder die Sinne schwanden.
Ich stellte fest, daß ich in einer armseligen Hütte lag. Um mich war eine Familie von rotbraunen, halb nackten Menschen kaum mittelgroßer Gestalt, die sich hilfsbereit um mich bemühten.
Von Irid war nichts zu sehen. Ich begann nach ihr zu fragen. Man schien mich nicht zu verstehen.
Ich wurde in meiner Angst unruhig. Ich rief laut Irids Namen.
Man gebot mir, durch Zeichen, zu schweigen und ruhig zu liegen.
Die jüngere aber der beiden Frauen schien zu ahnen, was ich wolle. Sie machte eine Bewegung mit den rundgeformten Händen vor ihrem mageren Körper, als ob sie volle Brüste fasse, hob dann die Hand über ihren Kopf, wie um körperliche Größe anzudeuten, zuckte wie bedauernd mit den Achseln und wies nach draußen. Es war möglich, daß sie Irid meinte, die also außerhalb der Hütte sei. –
Noch viele Tage war meine Kraft zu schwach und der Schmerz in Kopf und Körper zu heftig, als daß ich vermocht hätte, irgend etwas in der Richtung meines Wunsches zu tun.