Keine Nerven? — Dummes Zeug, womit hätte er denn da Lust gefühlt und wäre aufgezuckt in Schmerzen? — Ei, mit den Eisenbahnsträngen, die für seine Rechnung vom Atlantischen Ozean an den Stillen Ozean liefen.
Diese Stränge zogen ihm die erste Milliarde in den kräftig pulsierenden Kassenschrank. Daß Morgan an Stelle eines Herzmuskels einen feuerfesten Kassenschrank besaß, darf ich als bekannt voraussetzen. Auch daß dieser Schrank so konstruiert war, um gemünztes Blut hineinzulassen, aber keins heraus.
Nach der ersten Bahnmilliarde fing es in den Dividendenkanälen zu diesem Kassenschrank an, da und dort ein wenig weißlich aufzuglänzen.
„Doch keine Nerven?“ fragte er besorgt den Hausarzt.
„Hm, es kann auch Stahl sein, weißer Stahl von Ihrem neuen Eisentrust, Herr Morgan.“
Morgan war beruhigt und häufte jetzt Milliarden, wie er vorher Millionen häufte. Nach dem Bahntrust und dem Stahltrust kam der Schiffahrtstrust. Das weißliche Geäder trat auf der Auskleidung seiner Dividendenblutbahn deutlicher hervor.
„Also doch Nerven?“ rief Morgan und packte seinen Hausarzt am Geldbeutel.
„I bewahre, die Kielwasserbahnen Ihrer Schiffe sind es.“
Es waren aber doch die Nerven, die still und zähe mitten durch die Aktienmuskelbündel und die Obligationsfettpolster durchgewachsen waren.