„Ihre Nerven sind wie Spargeln aus dem Miste Ihrer Milliarden herausgewachsen,“ sagte Schäfer Ast, der sich landwirtschaftlich auszudrücken liebte, „schmeißen Sie den Mist hinaus, so hören auch die Spargeln auf zu treiben.“

„Sie können mit dem Misten meinetwegen gleich bei mir den Anfang machen“, setzte er hinzu und rollte einen leeren Mistkarren herbei.

Mit der lumpigen Million, die da hineinging, war es freilich nicht getan. Morgan fing nach allen Seiten auszumisten an. Aber wie er auch verschenkte und verschenkte, noch größer war der Zustrom seiner Dividenden. Er war zu reich geworden, als daß er sich mit Schenken hätte helfen können. Immer unbarmherziger schossen Spargel durch die Beete, zappelten die Nerven am Gerüste, so sich Morgan nannte.

Morgan floh aus Kontor und Börse weit hinaus ins Land. Gleich schoß ihm ein dünner Kupfernerv nach, der tickte, tickte: der Telegraph.

Morgan floh aufs Meer. Erschöpft lehnte er am Mast und murmelte:

„Gott sei Dank, daß in die Ozeanwüste keine Nervendrähte reichen.“

„Tick — tick — tick“, machte es oben am Mast und rann in den zuckenden Körper Morgans ein. Es war der Auffangapparat für drahtlose Telegraphie.

Morgan floh unerkannt in die telegraphenlosen Sabiner Berge. Das Leben eines Hirten wollte er da führen. Aber unter seinen Händen organisierte sich sein Schafgewerbe lukrativer, als bei allen anderen Hirten. Daran erkannten sie ihn auch da und riefen:

„Du bist Morgan“, und begannen ihn anzubetteln.

Da erkannte er, daß er sich selber nicht entrinnen könne und floh, ein zuckendes, zerflackerndes Nervenbündel, in die nächste Stadt. Das war Rom.