Seine Leute wollten das erste Hotel für ihn mieten. Aber es war ein Kongreß in der Stadt. Alle Gasthöfe waren überfüllt. In zwei Zimmern eines kleinen Gasthofes landete der Abgehetzte. Fieberschauer warfen ihn ins Bett. Der Hausarzt sah, es ging aufs Ende.

Die Nervenempfindlichkeit hatte derart zugenommen, daß ein umgewendetes Blatt in seinem Buche ihn zum Rasen brachte.

Gegenüber klopfte ein Schuster und sang dazu. Morgan schäumte. „Aufhören, auf der Stelle!“ ließ er ihm sagen. „In Rom gibt’s gegen Klopfen und Singen kein Gesetz“, erwiderte der Schuster und sang und klopfte weiter.

Morgan ließ ihm 1000 Dollar bieten. Der Schuster lachte und machte Fenster und Laden zu. Aber Morgans Nerven wuchsen durch Ladenritzen und durch Glas und hörten den Schuster immer noch.

10000 Dollar bot er ihm, wenn er das Klopfen ließe. Der Schuster lachte und hörte auf zu klopfen. Aber noch immer sang er.

„Was verlangst du für deinen verfluchten Gesang?“ ließ Morgan sagen.

„Der Gesang ist mir das teuerste“, antwortete der Schuster und verlangte 100000 Dollar.

Als der Schuster so erledigt war, fingen Straßenbuben zu pfeifen an. Zwei Abgesandte Morgans stellten sich an beiden Straßenenden auf und kauften jedem, der den Mund zu spitzen anfing, jeden Pfiff für schweres Geld ab.

Als so die Straße pfiffefrei war, kamen die Zeitungen heraus. Brüllend stürzten sich die Zeitungsjungen in die Straße. Wieder blieb nichts anderes übrig, als ihnen alle Nummern schon am Straßeneingang abzukaufen. Das war nicht so billig als es aussieht. Denn kaum hatten die Druckereien erfahren, wer die Nummern kaufte, als sie ihre Rotationsmaschinen aufs neue laufen ließen und die herausgeschleuderten Zeitungsbündel alle nach der einen Straße schickten. Es begann ein Kampf zwischen den Rotationspressen und Morgans Geld. Das Geld blieb Sieger.