Schon glaubten Morgans Leute ihren Kampf gewonnen, als es über den Zimmern zu dudeln und zu schleifen anfing. Ein Strohflechter feierte seine Hochzeit. Braut und Bräutigam hatten ein Jahrzehnt für diesen Tag gespart und wollten sich den Tanz, das Essen und die frohe Laune etwas kosten lassen.
Morgans Bote kam heraufgestürzt: „Unser Herr ist außer sich. Ich kaufe euch eure Hochzeit ab. Was kostet sie?“
Der Strohflechter und die Strohflechterin sahen sich an und lächelten glücklich:
„Nein,“ sagten sie, „unser Hochzeitstag ist nicht verkäuflich.“
„Aber bedenkt doch, es ist Morgan, der eure Hochzeit kaufen will.“
„Wir kennen keinen Morgan.“
„Was, den kennt ihr nicht? Er ist der reichste Mann der Welt!“
Da sah der Strohflechter die Strohflechterin zum zweitenmal glückselig an: „Der reichste Mann der Welt?“ lächelte er ungläubig, „nein, mein Lieber, da irrt ihr euch, beim Blut der heiligen Madonna. Denn der reichste Mann der Welt bin heute ich — hopp, Kinder, einen neuen Tanz!“
„Deine Millionen haben da droben nichts ausrichten können, o Herr“, berichteten Morgans Leute ängstlich vor seinem Bett.