»Das sind Sie mir auch schuldig, Herr Oberst, denn ohne mich wären Sie heute...... nun, Sie wissen ja.«
Rittmeister König trat hinzu.
»Reisen Herr Oberst nächste Woche mit an die Mosel zur Weinprobe? Herr Landrat von Konradi fährt auch mit. Es sollen tadellose Sorten zum Verkauf kommen.«
»Gewiß, mein lieber König, Sie wissen ja, bei so etwas bin ich immer dabei. Mit Ihnen gehe ich gerne proben, denn ich habe heute wieder gesehen, daß Sie eine tadellose Zunge haben.«
»Sehr schmeichelhaft für mich, Herr Oberst! Aber ich sehe, Herr Oberst rauchen nicht. Es steht alles in meinem Zimmer.«
Der Oberst schritt ins Nebenzimmer, wo er Frau Kahle mit Leutnant Pommer in der einen und mehrere junge Herren mit Frau Rittmeister König in der andern Ecke plaudern sah. Oberleutnant Leimann trat gerade aus dem Eßzimmer ein, hinter ihm seine Gattin mit mürrischer Miene, die sich aber sofort aufhellte, als Oberleutnant Borgert herantrat und seine Hausgenossin in's Gespräch zog.
»Nun, was haben Sie denn wieder für wichtige Privatangelegenheiten, meine Gnädigste?«
»Ich? nichtsweiter! Mein Mann hat zur Abwechselung ein bißchen geschimpft, Sie kennen ja seine geschmacklose Art, über alles gleich grob zu werden.«
»Was gibt es denn aber schon wieder? Hat Ihnen der Auftritt heute Nachmittag nicht genügt?«