»Nun, ich dachte nur, ein gewisser Herr Krause.«
»Woher weißt du das?« fuhr sie erschrocken auf.
»Ich weiß alles, mein Kind, selbst daß der Gerichtsvollzieher eben bei dir war.«
Frau Leimann schlug beschämt die Augen nieder und zupfte verlegen an ihrer seidenen Schürze.
»Nun, wenn du es weißt, brauche ich es dir nicht erst zu sagen. Ja, er war bei mir.«
»Und was wollte er?«
»Verklagt haben sie mich, um lumpige vierhundert Mark!« stieß die Frau mit weinerlicher Stimme hervor. »Ich bin verloren, wenn mein Mann das erfährt!«
»Er muß es aber doch bezahlen, wenn er dir etwas gekauft hat.«
»Er weiß von nichts. Ich mußte das Kleid haben, das rotseidene ist es, weißt du? Ich habe damals gesagt, meine Mutter hätte es geschickt, denn er hätte es mir abgeschlagen, haben mußte ich es aber, und da habe ich es auf meine Rechnung entnommen!«
»Das ist recht dumm, meine Liebe! Wie willst du das Geld schaffen?«