»Ich weiß es nicht! Kannst du mir nicht helfen?«
»Ich will zu den Leuten hingehen und um Aufschub bitten.«
»Das hat keinen Zweck, Georg, ich muß bares Geld haben, wenigstens tausend Mark, denn ich habe noch mehr zu bezahlen, die Schneiderin, den Friseur &c. Verschaffe mir das Geld, Georg, zeige mir jetzt, daß du mich so lieb hast, wie du immer sagst!«
»Ich?« lachte Borgert höhnisch auf, »du lieber Gott, ich weiß selbst nicht, wo ein noch aus!«
»Wieso? Hast du auch Schulden?«
»Wenn du dich vielleicht einmal in das Papier da drüben auf dem Schreibtisch vertiefen willst? Solche Dinger bekomme ich jeden Tag.«
Frau Leimann trat an den Schreibtisch, faltete die Bogen auseinander, und schaute mit weit aufgerissenen Augen auf die Zahlen.
»Um Gottes Willen, Georg! Was soll daraus werden? Du warst mein einziger Verlaß, nun bin ich verloren!«
Sie sank schluchzend auf den Divan und bedeckte ihr Gesicht mit den Händen.