»Nur nicht gleich so ängstlich, du kleiner Furchthase, an den paar Hundert Mark stirbst du noch nicht!« tröstete sie Borgert, indem er ihr zärtlich über das blonde Haar strich, »ich will sehen, daß ich es machen kann, in einer Woche hast du tausend Mark.«
Statt einer Antwort schlang sie ihre Arme leidenschaftlich um Borgert's Hals und küßte ihm stürmisch Mund und Augen.
»Ich wußte es,« sagte sie dann, »daß du mich nicht im Stiche lassen würdest, du Lieber, du Guter!« Und sie zog den Oberleutnant neben sich auf den Divan hinab.
Er aber erhob sich, verriegelte die Tür und zog die Fenstergardinen zu. Es war traulicher so.
Als Leimann gegen acht Uhr vom Dämmerschoppen nach Hause kam, fand er alle Zimmer dunkel und leer.
Auf seine Frage, wo denn seine Gattin sei, antwortete das Dienstmädchen:
»Die gnädige Frau ist ausgegangen.«
»Wohin?«
»Ich weiß nicht, Herr Oberleutnant!«