»Bezahle gefälligst erst deinen alten Krempel, ehe du dir neues Flitterzeug machen läßt!« brüllte der Gatte.

»Was soll dieser Ton? Und wer sagt dir, daß ich meine Rechnungen nicht bezahle? Du denkst gewiß, es müßten andere gerade so in den Tag hineinleben, wie du.«

»Wenn du nicht willst, daß ich sehe, was dir der Herr Gerichtsvollzieher bringt, dann lege es mir nicht direkt unter die Nase!«

Frau Leimann begriff erst nicht recht, was er damit sagen wollte, da fiel ihr ein, sie hatte ja die Zustellung auf dem Schreibtisch ihres Gatten liegen lassen.

»Ich verbitte mir ganz entschieden,« fuhr sie empört auf, »daß du die Nase in meine Privatkorrespondenz hineinsteckst. Wenn der Brief offen auf dem Tisch lag, hattest du kein Recht, denselben zu lesen, ich mache deine Rechnungen auch nicht auf!«

»Mache was du willst, aber ich verbitte mir, daß du mir den Gerichtsvollzieher ins Haus schleppst.«

»Das ist nicht schlimm, mein Lieber, dann weiß er wenigstens den Weg, wenn er nächstens zu dir kommt!«

»Halt den Mund, du Unverschämte, sonst werfe ich dich vor die Tür!«

»Vielen Dank für dein freundliches Angebot, aber ich gehe bereits von selbst.«