»Bei ihr? Na sehen Sie, das war vernünftig! Alles in Ordnung?«

»Natürlich, alles glatt, jawohl, alles in bester Ordnung.«

»Na, dann leben Sie wohl, ich muß weiter. Adieu!«

»Adieu! Und nochmals vielen Dank!«

»Aber ich bitte Sie! Es war gern geschehen, Sie haben wohl gesehen, daß ich es gut mit Ihnen meine!«

»Ja, wir wollen gute Freunde werden!«

Als Pommer in seiner Wohnung anlangte, glaubte er verzweifeln zu müssen. Was hatte er getan?! —

Statt das Vergehen vom gestrigen Tage durch ein offenes Bekenntnis seiner Schuld zu sühnen, war er noch tiefer in die Sünde hineingeraten, er hatte aus einem Fehltritt ein neues, weit größeres Verbrechen entstehen lassen, statt mit aller Entschlossenheit gegen seine Schwäche anzukämpfen. Und noch mehr! Er hatte einen Freund betrogen, sein Vertrauen, seine ehrenhafte, liebevolle Handlungsweise in gemeinster Weise mit Füßen getreten!

Aber es war zu spät! Jetzt gab es kein Befreien mehr aus den Ketten der Sünde, der Lüge, jetzt hieß es den einmal betretenen Pfad weiter schreiten, wie auch das Ende sein mochte. Und er suchte sich vor seinem Gewissen zu entschuldigen, daß die Macht des Zufalls, an der sein Wille sich gebrochen, ihn in seine jetzige Lage hineingezwungen habe.