»So! Nein, du dahin!« entscheidet Professor Raff schnell noch, als die beiden Busenfreunde, der Sausig und der dicke Puntz, absolut auf einer Bank zusammensitzen wollen.
»Alles in Ordnung? So, Jungs! Nun macht einmal in euer Diarium einen kleinen Aufsatz über die Parade oder über irgend etwas, was ihr am Paradetag erlebt habt. Aber ich bitte mir aus: jeder für sich!«
Die Tertianer machen das. Sie würden jetzt, da sie nicht Geometrie schreiben, alles machen, was man von ihnen verlangt. Aber immer schielt man doch etwas nach dem Betriebe der Sekunda hin. Es ist ja doch auch zu schön, so selber geborgen und fern von jeder Gefahr zuzuhören, wie eben da der große Lange gelappt wird. Mit »Sie« werden die angeredet und lassen sich so behandeln! Na, ungefähr so, wie sie selber unten in der Tertia bei Professor Zirbel! Und heute schreiben sie nun bei dem nicht Extemporale! Großartig wirklich! Ein feiner Tag! – – –
Kaum hatte nachher um elf Uhr der Doktor Fuchs, der Ordinarius, das Klassenzimmer betreten, da schossen die Hände der Jungen hoch.
»Herr Doktor! Bei wem haben wir nachher Vertretung? Für Herrn Professor Zirbel! Die Algebrastunde!«
»Ja, das ist eben die Sache, Jungs! Ihr seid wirklich die geborenen Schlemmer und Schulbarone! Diese Eckstunde nämlich von zwölf bis eins fällt aus! Ihr geht also um zwölf Uhr nach Hause.«
»Och!« – »Oh, das ist fein!«
Ein sinnverwirrender Jubel! Und Doktor Fuchs steht so ruhig da! Er blickt so zufrieden und lächelnd in die Klasse hinein! Der hat nie vergessen, daß er auch mal jung war und sich da gleichfalls über eine ausgefallene Stunde gefreut hat!
»So, Jungs!« sagt er aber dann doch endlich. »Habt ihr euch nun bald genug gefreut? Dafür aber kaufen wir unsere Stunde jetzt ordentlich aus!«