Verlorene Liebesmüh! Der Tertianer hat bei solcher Gelegenheit oft ein dickes Fell: man ließ also auch in diesem Falle die ganze Geschichte ruhig an sich vorüberplätschern und schwamm nur mit, wenn man wirklich mal gezwungen wurde. Man war ja mit allem so weit weg vom Schuß!

Schließlich hatte man auch mal wieder das Gefühl: summa summarum eine feine Stunde!

»Ja,« beteuerte der kleine Köckeritz, der es verstand, sich zuweilen recht gewählt auszudrücken, »es war eine Stunde, die sich wunderbar in diese ganze, feine Woche hineinfügt! Auch die Geschichtsstunde werden wir mit Gottes Hilfe noch überstehen!«

Fritze Köhn aber sah dabei dem Kleinen so seltsam auf den Mund. »Fertig mit de Quasselstrippe?« fragte er schließlich.

»Ja!«

»Ick mach’s kirzer: Jetzt no’ Jeschichte! Un denn: Adjee Sie!«

Die andern Jungen mußten hell auslachen. Sie waren durchaus der Meinung von Fritze Köhn: so was konnte man eben gar nicht kurz genug sagen! – – –

Nun saß man schon mitten drin in der Geschichtsstunde! Griechenland war so weit weg und die Geschichte der alten Griechen noch viel weiter! Zudem war es auch wieder heiß geworden, wenn auch nicht so heiß, daß man auf Freigeben hätte hoffen können. Immerhin, mitten in der Stunde – die Schuluhr draußen über der Turnhalle hatte gerade halb geschlagen – mitten in der Stunde also meldete sich der Richter und sagte höflich: »Herr Doktor, können nicht die Fenster oben alle aufgemacht werden?«

Der Lehrer nickte: »Selbstverständlich! Hier sind ja wohl bestimmte Fensterwarte in dieser Klasse!«

Die vier Größten sprangen auf.